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Markiert Europas Außengrenze: Zaunanlage um die spanische Exklave Melilla in Marokko. Markiert Europas Außengrenze: Zaunanlage um die spanische Exklave Melilla in Marokko.

Tag der Menschenrechte

Anzeige: Trauer um im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge

"Mit Entsetzen und Scham trauern wir..." heißt es in der Todesanzeige in der "Aachener Zeitung".  Und weiter steht dort am heutigen Tag der Menschenrechte: "...um Menschen ertrunken im Mittelmeer, auf dem Weg nach Europa an ihrer Hoffnung gestorben".

Entwurf der Zeitungsanzeige des Kirchenkreises Jülich. Entwurf der Zeitungsanzeige des Kirchenkreises Jülich.

Der Nachruf auf Flüchtlinge, die an den Außengrenzen der Europäischen Union (EU) ihr Leben verloren haben, kommt vom Synodalen Partnerschaftsausschuss Marokko des Kirchenkreises Jülich. Dessen Vorsitzender Hans-Joachim Schwabe berichtet, dass die Aktion dem Beispiel der Protestantischen Kirche in den Niederlanden folgt. Mit der rheinischen Partnerkirche sind mehrere Kirchenkreise auch in der Ökumenischen Plattform in der Euregio Maas-Rhein in der Asyl- und Flüchtlingsarbeit verbunden. Die hilfesuchenden Flüchtlinge dürften nicht ihrem Schicksal überlassen bleiben, so Schwabe. "Wir machen uns sonst schuldig am Tod hilfloser Menschen."

Weltweit seien 50 Millionen Menschen auf der Flucht, die meisten innerhalb ihres Landes oder in Nachbarländern. Dagegen müssten eigentlich die reichen Länder "die Hauptlast tragen, denn sie sind die Hauptverursacher der Flüchtlingsbewegungen", nutzten die Rohstoffquellen aus, verursachten mit ihrem Lebensstil die Klimaveränderung, die wiederum die Entwicklungsländer trifft.

Auch wenn Europa immer mehr gegen Flüchtlinge aufrüste, bleibe der Druck, verstärke sich der Druck. Schwabe kritisiert auch, dass Europa jahrzehntelang nur marginal etwas für die Bekämpfung von Fluchtursachen unternommen habe. Flüchtlingen, die aus ihrem Land fliehen, weil die Klimakatastrophe dort um sich greift, weil sie unter Hunger und Mangelernährung leiden oder weil sie für sich und ihre Kinder keine Zukunft in ihrer Heimat sehen, bräuchten humanitäre Aufnahme.

Zusammen mit seiner Partnerkirche, der Evangelischen Kirche in Marokko, engagiert sich der Kirchenkreis Jülich für Flüchtlinge aus Subsahara-Afrika in Marokko.

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ekir.de / neu, rid / 10.12.2014



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