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Präses Rekowski, Minister Pinkwart und Bischof Overbeck beim Sozialpolitischen Aschermittwoch 2018. Foto: Bistum Essen / Nicole Cronauge Präses Rekowski, Minister Pinkwart und Bischof Overbeck (1. Reihe von links) beim Sozialpolitischen Aschermittwoch 2018.

Sozialpolitischer Aschermittwoch

Gründungen in NRW weiter stärken

Junge Menschen mit guten Ideen als Gründer im Ruhrgebiet zu halten, ist nach den Worten von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart eine der wichtigsten Chancen für die Entwicklung der Region. Das erklärte Pinkwart beim Sozialpolitischen Aschermittwoch der Kirchen im evangelischen „Bergmannsdom“ in Essen-Katernberg.

Der Minister zeichnete die Ruhrregion als moderne Industrie- und Dienstleistungsregion mit Stärken in der digitalen Infrastruktur sowie einem Schwerpunkt im Wissenschaftsbetrieb. Da die Zahl der Unternehmensgründungen in NRW dennoch unter dem Bundesdurchschnitt liegt, regte Pinkwart an, bereits an den Universitäten ein Lernumfeld für künftige Gründer mit entsprechenden Praxisübungen zu gestalten und zudem mehr „Wagniskapital“ nach Nordrhein-Westfalen zu holen, um Unternehmensneugründungen wirtschaftlich zu unterstützen.

Weil der „Wettbewerbsvorteil um die klugen Köpfe“ schon im frühen Lebensalter ansetze, plädiert Pinkwart für die flächendeckende Vermittlung digitaler Basiskompetenzen an allen Schulen; möglichst kein junger Mensch solle ohne Schulabschluss und Ausbildung bleiben.  

Präses Rekowski: Wandel sozialverträglich gestalten

Als Gastgeber des Sozialpolitischen Aschermittwochs der Kirchen nahmen Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, neben der Förderung der Leistungsträger die Gerechtigkeitsfragen in den Blick. Rekowski regte die sozialverträgliche Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels an. Overbeck erinnerte daran, dass aller Friede letztlich ein Werk der Gerechtigkeit sei.

Steinkohlebergbau endet

In diesem Jahr endet mit der Schließung der Zeche Prosper Haniel in Bottrop der Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet. Pinkwart betonte, der Bergbau habe die Region groß und zu einer der wichtigsten Industrieregionen Europas gemacht. Er sei "Selbstverständnis und Stolz der Region" gewesen und habe das Bild des Ruhrgebiets geprägt.

Nun sei es nötig, die Metropole Ruhr "in ein neues Gewand" zu hüllen. Mit der Stahl-, Chemie- und Energiewirtschaft habe die Region weiterhin eine große industrielle Bedeutung, nannte der Minister als Stärken des Ruhrgebietes. Es müssten nun Anstrengungen unternommen werden, um eine möglichst moderne und umweltfreundliche Industrie zu schaffen.

Impulse aus den Hochschulen

Als ehemaliger Wissenschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen nahm der FDP-Politiker besonders die Rolle der Wissenschaft in den Blick. Obwohl die Region noch bis in die 60er Jahre keinen Hochschulstandort vorzuweisen hatte, zähle sie heute zu einer der dichtesten Hochschullandschaften in Deutschland. "Wir haben eine hervorragende Wissenschaftsinfrastruktur", betonte Pinkwart. "Die Hochschulen nutzen Synergien, geben Impulse für Innovationen und der Region ein Profil."

Gleichzeitig forderte der Minister die Hochschulen auf, noch mehr Angebote für Unternehmensgründer zu schaffen. Junge Gründer müssten die Gelegenheit bekommen, sich stärker am Markt auszuprobieren. Mit den Gründungszahlen in NRW sei er insgesamt noch nicht zufrieden. Pinkwart betonte, dass es deutliche Veränderungen im Leben und in der Arbeitswelt der Menschen geben werde - vor allem bedingt durch die Digitalisierung. Davor solle sich niemand verschließen.

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ekir.de / epd, Bistum Essen, Foto Nicole Cronauge / 14.02.2018



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