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Mit Urkunde: die Mitglieder des Asylkreises der evangelischen Kirche in Schwalmtal. Mit Urkunde: die Mitglieder des Asylkreises der evangelischen Kirche in Schwalmtal.

Integration

Ausgezeichnet für das Engagement für Flüchtlinge

Ein ungewöhnliches Chorprojekt hat dazu beigetragen, dass der Asylkreis der Evangelischen Kirchengemeinde Waldniel einen dritten Platz beim erstmals verliehenen Integrationspreis des Kreises Viersen erreicht hat.

Von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern hatte die Chorleiterin Lieder gehört, aufgeschrieben und dann mit dem Chor sowie einigen Flüchtlingen aufgeführt. Es wurde ein großes Konzert mit Liedern aus aller Welt. Die große Resonanz, erzählt Gemeindepfarrer Arne Thummes, hat nebenbei bewirkt, dass der Asylkreis wieder mehr Mitglieder fand. Gegründet in den neunziger Jahren, war der Asylkreis zunächst groß, schrumpfte dann und zählt heute wieder rund 15 Aktive.

Das Chorprojekt war nun eben auch ein Pluspunkt beim im Niederrheinischen Freilichtmuseum Grefrath verliehenen Integrationspreis. Positiv in die Waagschale kam auch die große Altersspannbreite des Asylkreises: Die Engagierten sind zwischen 18 bis 77 Jahre alt.

Pfarrer Thummes sagt: Das Faszinierende an dem Asylkreis sei seine „wunderbare Mischung aus Kompetenz und Mitmenschlichkeit“. Besuche in den Flüchtlingsunterkünften gehören zu den Aktivitäten des Kreises. Geleistet wird Verfahrensberatung und mittlerweile auch wieder Deutschunterricht. Außerdem organisiert der Asylkreis regelmäßig eine Fahrradbörse und lädt zum Asylfest – das nächste ist an diesem Freitag.

Auch der Gemeindepfarrer ist froh und dankbar für diese wichtige Arbeit

Er sei für die Kirchengemeinde und für die Asylbewerberinnen und Asylbewerber – ihre Zahl steigt wieder - froh und dankbar, dass es diese Arbeit gibt, so Thummes. Schließlich sei die Arbeit wichtig. Nach schweren Fluchterfahrungen begegneten die Flüchtlinge wohltuenderweise Menschen, die sie freundlich willkommen heißen und fragen, was sie brauchen.

Der Integrationspreis der Kreises Viersen steht unter dem Motto: „Kulturelle Vielfalt: Reichtum und Chance im Kreis Viersen“. Er gilt Menschen, Unternehmen, Vereinen, Gruppen, Schulen oder auch Gemeinden, die „einen Beitrag leisten zum friedlichen Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund“, wie es beim Kreis Viersen heißt. Die vielfältigen Beiträge zur Integration seien ein wertvoller Einsatz, der nicht länger unbemerkt bleiben soll. 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 21. August 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 22. August 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu, Foto: Bernd Brunkau / 22.08.2014



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