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Arbeitsfelder

Ausbildung zur Diakonin oder zum Diakon

Zukunftsweisend für Mitarbeitende in einer Kirchengemeinde, Kindertagesstätte, Pflegeeinrichtung oder in einem anderen Bereich einer diakonischen Einrichtung: Die Diakonenausbildung qualifiziert theologisch, seelsorglich und  religionspädagogisch.

"Die Ausbildung habe ich als Zeit des Lernens und Wachsens erlebt. Ich konnte mich intensiv mit Gott, dem Glauben und philosophischen Fragen beschäftigen. Ich habe einen wacheren Geist für die Belange meines Nächsten und für meine eigenen Wünsche bekommen. Heute kann ich viele Dinge viel mehr wertschätzen." (Frank Folchert, Diakon und Krankenpfleger).

Diakoninnen und Diakone sind Mitarbeitende, die in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich mit persönlichem Engagement und professionellem Verständnis Menschen begleiten,  unterstützen, bilden und das Evangelium verkündigen.

Sie verpflichten sich, da zu sein, wo Andere sie brauchen, Nöte zu lindern und für die Behebung der Ursachen von Not und Ausgrenzung einzutreten. Sie wirken so mit, dass sich Kirche immer wieder vergewissert: Diakonie ist Gottesdienst im Alltag der Welt.

Diakoninnen und Diakone sind in Kirchengemeinden in der Arbeit mit Menschen aller Generationen tätig.

"Ich bin als Jugendreferent in drei Kirchengemeinden angestellt. Die Diakonenausbildung war für mich die Initialzündung für eine innere theologische Entwicklung. Am Ende bin ich einer geworden, der über Gott ins Staunen gekommen ist. Ich hoffe, ,meine Kids' merken mir dieses Staunen immer noch an. " (Sven Vorderbrück)

Auch auf Kirchenkreisebene tun Diakoninnen und Diakone in Jugendreferaten oder Seniorenbüros ihren Dienst.

Bei kirchennahen diakonischen Trägern bietet die Doppelqualifikation durch einen pädagogischen oder pflegerischen Grundberuf und die Diakonenausbildung unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten. Sie dient der Stärkung des diakonischen Profils der Einrichtung.

„Im Hospiz beschäftige ich mich als Palliativ-Schwester täglich mit Sterbenden, deren Angehörigen und dem Tod. Dank meines starken Glaubens ist es mir möglich, diese Arbeit zu leisten. Ich sehe den Tod als Übergang zum ewigen Leben bei Gott! In dieser Hoffnung kann ich als Diakonin mit der gewonnenen Ruhe und Sicherheit mit Gästen und Angehörigen, mit Kollegen und Ehrenamtlichen sprechen und beten.“ (Sandra Staeck)

Die berufsbegleitende Ausbildung zur Diakonin oder zum Diakon ist eine kirchliche Zusatzqualifikation. Die Evangelische Kirche im Rheinland sieht in multiprofessionellen Teams die Zukunft der Kirche. Sie unterstützt und stärkt deshalb den Diakonat wie das Pfarramt als unverzichtbare Ämter im Dienst der Kirche Jesu Christi.

In drei Ausbildungsstätten im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland wird die zweijährige berufsbegleitende  Ausbildung zur Diakonin bzw. zum Diakon angeboten.

  • Diakonenausbildungsstätte des Neukirchener Erziehungsvereins, Neukirchen-Vluyn
  • Diakonenausbildungsstätte der Stiftung Tannenhof, Remscheid
  • Diakonenausbildungsstätte der Stiftung Kreuznacher Diakonie, Bad Kreuznach

Die Voraussetzungen sind ein Abschluss in einem anerkannten Sozial- oder Pflegeberuf und die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche.

Darüber hinaus gibt es im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland zahlreiche Ausbildungsstätten mit jeweils eigenem Profil, zusammengeschlossen im Verband Evangelischer Diakone, Diakoninnen und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland (VEDD).

 

 

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ekir.de / 14.07.2017



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