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Auslandspfarrer Nollmann sprach auf der außerordentlichen Landessynode:

„Religionsfreiheit in Deutschland ist ein Vorbild, für das zu werben lohnt“

Pressemitteilung Nr. 149/2010

Mit Blick auf die Religionsfreiheit hat der Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Istanbul, Holger Nollmann, das deutsche Modell der „fördernden Neutralität“ des Staates gegenüber Religionsgemeinschaften gelobt: „Nicht zuletzt aufgrund meiner Erfahrungen mit dem türkischen Religionsrecht, das eine Mischung aus einem Gefahrenabwehr-Laizismus und einer aus Gründen der Staatsraison strikt hierarchischen Behandlung der Religionen darstellt, strahlt das bundesdeutsche Modell in besonders hellem Licht“, sagte der EKD-Auslandspfarrer am Mittag bei der außerordentlichen Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Duisburger Salvatorkirche.

 

Dies sei ein Erfolgsmodell, das historisch gewachsen, unter den Bedingungen einer wachsenden religiösen Pluralität aktuell anwendbar und auch für die Zukunft wandlungsfähig ist: „Ein Vorbild, für das es zu werben lohnt – auch und gerade in der Türkei“, so Nollmann. Zu den Herausforderungen in Deutschland zähle „die Pflicht der christlichen Kirchen zu gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Achtung“. Zudem bestehe grundlegend die Pflicht zum Einspruch überall dort, wo die Religionsfreiheit verletzt und die wechselseitige Achtung ignoriert werde.

 

Zugleich erinnerte Pfarrer Nollmann: „Religionsfreiheit ist mehr als Toleranz.“ Während Toleranz obrigkeitlich gewährt oder versagt werde, bezeichne Religionsfreiheit einen unveräußerlichen Rechtsanspruch. Toleranz könne sich auf einen begrenzten Kreis religiöser Gruppen beschränken, der Anspruch der Religionsfreiheit sei aber universalistisch. „Und während im Rahmen einer religiösen Toleranzpolitik Rangabstufungen zwischen unterschiedlichen Religionsgemeinschaften möglich sind, ist das Menschenrecht auf Religionsfreiheit mit dem Anspruch diskriminierungsfreier Gewährleistung verbunden“, so der Istanbuler Pfarrer.

  

 

 

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 6. September 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 6. September 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Duisburg / EKiR-Pressestelle / 06.09.2010



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