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Copyright Diözesanmuseum Paderborn Impression der Caritas-Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn

Ausstellungen

Engel, Riten, Nächstenliebe

Mit prähistorischen Religionen, dem "Problem of God", mit Engeln, Riten und Nächstenliebe beschäftigen sich Sonderausstellungen in nordrhein-westfälischen Museen. Mehrere Ausstellungen mit religiösen Bezügen sind in den nächsten Monaten zu sehen.

Zwei Ausstellungen in Neuss

Im Museum Feld-Haus für populäre Druckgrafik im rheinischen Neuss ist vom 27. September bis zum 17. Januar 2016 die Ausstellung "Schützende Engel und himmlische Helfer" zu sehen. Sie zeigt gedruckte Heiligenbilder und Andachtsgrafiken. Noch vor zwei Generationen gehörten nach Angaben des Museums diese Bilder bei drohendem Unheil zum Leben der meisten Menschen dazu. Zu sehen sind Andachtsbilder, religiöser Wandbildschmuck, gerahmte Haussegen und Heiligenkalender.

Ebenfalls in Neuss startet im Clemens Sels Museum am Sonntag, 23. August, die Ausstellung "urKULTur" über prähistorische Religionen am Niederrhein. Bis zum 8. November sind Grabbeigaben, Kultfiguren oder Opfergaben zu sehen, die ein Gesamtbild von früheren religiösen Vorstellungen und Praktiken ergeben. Besucherinnen und Besucher erfahren unter anderem, welche Jenseitsvorstellungen die Menschen damals dazu brachten, ihren Verstorbenen Alltagsgegenstände und kostbaren Schmuck mitzugeben.

Christliche Hinwendung zum Mitmenschen

Das Diözesanmuseum Paderborn präsentiert bis Mitte Dezember die Ausstellung "Caritas - Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart". Die Schau fragt, warum sich Menschen seit Jahrhunderten für andere einsetzen. Zudem zeigt sie, wie die Nächstenliebe in der Kunst der verschiedenen Epochen dargestellt wird.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liege auf der christlichen Nächstenliebe, der Caritas, die in ihrer kompromisslosen Hinwendung zum Mitmenschen in den Anfängen geradezu revolutionär gewesen sei, erklärten die Ausstellungsmacher. Antike Sarkophage, Wandmalereien aus römischen Katakomben und mittelalterliche Schatzkunst sowie Gemälde und Zeichnungen etwa von Raffael, Lucas Cranach d. Ä. oder Käthe Kollwitz erzählen von den unterschiedlichen Vorstellungen, Motivationen und Formen helfender Zuwendung durch die Jahrhunderte.

Religiöse Symbole auf dem Lande

Das Museum Tuppenhof für bäuerliche Geschichte und Kultur in Kaarst präsentiert noch bis zum 27. September die Ausstellung "Leben zwischen Kirche und Herrgottswinkel", die religiöse Symbole im ländlichen Umfeld präsentiert. Die Schau will wie auf einer Landkarte die noch existierenden, aber auch die verloren gegangenen Relikte des Religiösen darstellen und wieder sichtbar machen. Auch auf dem Tuppenhof, einem ehemaligen Bauernhof, ließen sich noch heute Zeugnisse der Frömmigkeit der früheren Bewohner finden, erklärte das Museum.

Bunte Glasbilder und moderne Kunst

Das Burgenmuseum Nideggen zeigt bis Mai 2016 eine Ausstellung des Deutschen Glasmalerei-Museums Linnich unter dem Titel "Jakobus, Franziskus und die Mitglieder der Heiligen Sippe". Die Schau zeigt die farbigen Glasmalereien des Mittelalters, die die Kirchenräume in magisch-mystische Orte verwandelten und zugleich eine "Bibel der Armen" waren, für alle, die nicht lesen konnten. Die in bunten Glasbildern dargestellten biblischen Geschichten vermittelten die Normen und Werte des christlichen Abendlandes, erklärte das Museum.

Die Kunstsammlung NRW präsentiert im K21 Ständehaus in Düsseldorf vom 26. September bis zum 24. Januar kommenden Jahres die Ausstellung "The Problem of God". Die Schau zeigt Werke von zeitgenössischen Künstlern, die sich mit christlichen Motiven, Themen oder Fragestellungen auseinandersetzen. Die Bandbreite der in den Werken behandelten Themen reiche von existenziellen Grundfragen des Lebens über eine humorvoll-kritische Beschäftigung mit Religion und Glauben bis hin zu gesellschaftspolitischen Themen, hieß es. Präsentiert werden Kunstwerke der vergangenen 25 Jahre, darunter Gemälde, Zeichnungen, Collagen, Holzschnitte, Skulpturen, Fotografien, Video- und Filmarbeiten sowie Rauminstallationen.

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ekir.de / epd / Foto: Diözesanmuseum Paderborn / 18.08.2015



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