Autofasten

Gelebte Klimapolitik

Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Bahn – aber bitte klimafreundlich! Vier Wochen lang etwas Neues, bzw. Altbewährtes ausprobieren und das Auto einfach mal stehen lassen: beim "Autofasten" 2013.

Werbung für die Aktion Autofasten vor der Saarbrücker Ludwigskirche. LupeWerbung für die Aktion Autofasten vor der Saarbrücker Ludwigskirche.

Evangelische und katholische Kirchen im deutschen Südwesten und in Luxemburg laden vom 25. Februar bis zum 24. März wieder gemeinsam dazu ein, die alltäglichen Wege mit Bus, Bahn und - wo es geht - auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen. Ist das Auto nicht durch andere Verkehrsmittel zu ersetzen, empfehlen die Veranstalter die Bildung von Fahrgemeinschaften oder auch das bessere Organisieren von Autofahrten.

Das Ziel der zum 16. Mal stattfindenden Aktion ist es, über eine Veränderung des persönlichen Lebensstils zur Verringerung der Kohlendioxid-Emission beizutragen. Ganz nebenbei ist das Radeln und Laufen auch noch besser für die eigene Gesundheit. An der Klima-Schutz-Aktion der Kirchen haben bisher fast 20.000 Menschen teilgenommen, wie die Veranstalter mitteilen. "Autofasten ist gelebte Klimapolitik!“, so der Luxemburger Minister für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Angelegenheiten, Jean-Louis Schiltz, in seinem Statement auf autofasten.de.

Kreislauf auf Touren

Martin Bauer, ein Jugendarbeiter aus Völklingen, beschreibt seine Motivation für die Aktion ebenfalls auf der Internetseite: „Ich mache bei Autofasten mit, weil ich etwas für meine Gesundheit tun will. Ich fahre möglichst oft mit dem Rad, damit bringe ich morgens ganz neben bei meinen Kreislauf auf Touren." Außerdem wolle er nicht nur ökologisch denken, sondern auch so handeln.

„Bei einer Evaluation ist deutlich geworden, dass das Autofasten mittlerweile stellvertretend für die Klima-Schutz-Aktionen der Kirchen steht", so Helmut Paulus, der die rheinischen Kirche bei der Organisation vertritt. Es biete Gemeindemitgliedern die Gelegenheit, Möglichkeiten des Klimaschutzes auszuprobieren. Und: "Die Bewahrung der Schöpfung und des Klimas steht beim Autofasten im Vordergrund."

Die meisten Anmeldungen aus Saarbrücken

Im Gebiet der Evangelischen Kirchen im Rheinland werden diejenigen, die aufs Auto verzichten, u.a. in den Kirchenkreisen Saar-West, Saar-Ost, Trier, An Nahe und Glan, Koblenz, Köln sowie Aachen durch die örtlichen Verkehrsbünde und Partner unterstützt. Zu den weiteren Trägern gehören die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und in der Pfalz sowie die Bistümer Trier, Mainz und Speyer. Die meisten Anmeldungen sind laut Veranstalter bisher aus Saarbrücken eingegangen.

Unterstützt wird die Aktion auch durch die Regierungen des Saarlandes, von Rheinland Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie Luxemburg. Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen in der Region unterstützen das Autofasten mit besonderen Angeboten, wie vergünstigten Vier-Wochen-Netztickets. Beteiligt sind auch Fahrradverleiher, Car-Sharing-Unternehmen, Naturschutzbünde und der Verkehrsclub Deutschland (VCD).

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 12. Februar 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 15. Februar 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / bes / 12.02.2013



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