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Mobil sein ohne Pkw: Die evangelische und katholische Kirche im Südwesten Deutschlands und Luxemburg starten die Aktion 'Autofasten'. Zum Beispiel Trier: Die evangelische und die katholische Kirche im Südwesten Deutschlands und Luxemburg starten die Aktion "Autofasten".

Aktion Autofasten

"Ausprobieren, wie viel Auto sein muss"

Ein paar Wochen öfter mal den Pkw stehen lassen und stattdessen umweltfreundlichere Formen der Mobilität ausprobieren: Zu dieser Aktion laden die Kirchen im Südwesten Deutschlands und in Luxemburg Autofahrerinnen und Autofahrer für die Fastenzeit ein. 

An Aschermittwoch fanden in manchen Städten die ersten öffentlichkeitswirksamen Termine statt: So haben die evangelische und die katholische Kirche in Saarlouis in einem Bus der Kreis-Verkehrsbetriebe Saarlouis (KVS) die 19. Autofasten-Aktion eröffnet. Auch in Trier machten Kirchen- und Stadtvertreter auf die Aktion aufmerksam. Wirklich statt finden wird die Aktion "Autofasten" vom 21. Februar bis zum 20. März. Teilnehmen können alle, die Interesse haben. 

"Man muss es einfach mal ausprobieren und so vielleicht neue Gewohnheiten entstehen lassen", rät Ole Seidel. Der Trierer versucht, so oft es geht, sein Auto stehen zu lassen und andere Mittel zur Fortbewegung zu nutzen. "Wir können und sollten uns zutrauen, durch unser Verhalten Veränderungen herbeizuführen", stimmt Katinka Fries vom Evangelischen Kirchenkreis Trier zu. Dies beginne oft mit kleinen Schritten. 

Mehr Bewegung bedeutet mehr Seelenhygiene

„Wenn wir unser Glück so finden können, brauchen wir nicht ruhelos und unnötig in der Welt herum zu fahren, um es zu suchen“, sagte Prälat Dr. Peter Prassel, Leiter des Katholischen Büros Saarland, beim Eröffnungstermin in Saarlouis. Er lud dazu ein, in der Fastenzeit bewusster zu leben und zu bedenken, was dem Leben wirklich diene.

Kirchenrat Frank M. Hofmann, Leiter des Evangelischen Büros Saarland, forderte von der Politik einen Ausbau der Radwege und bessere Rahmenbedingen für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV). „Die Energiewende ist auch eine Verkehrswende, indem wir versuchen, für unsere Mobilität Alternativen zum Auto zu nutzen: mehr zu Fuß zu gehen oder mehr Rad zu fahren. Das bedeutet gleichzeitig mehr Bewegung an frischer Luft, die auch zur Seelenhygiene beiträgt“, sagte Hofmann. Zudem zeigten die Folgen des Klimawandels schon heute, wie wichtig es sei, dass jeder einen persönlichen Beitrag leiste, um die uns von Gott anvertraute Schöpfung auch für nachfolgende Generationen erfahrbar und lebenswert zu erhalten.

Fahren mit Bus und Bahn kann auch entspannen

Die Aktion "Autofasten" wirbt mit einem grünen Fußabdruck und zielt auf einen bewussten Lebensstil und das Bedenken der Konsequenzen täglichen Handelns - eben auch bei der Gestaltung der Wege - ab. „Wer hier mit nach Antworten sucht, der ist herzlich eingeladen auszuprobieren, wie viel Auto sein muss“, sagte Prälat Prassel. Er dankte dem saarländischen Verkehrsverbund saarVV, der wieder 200 Zwei-Wochen-Tickets für sein gesamtes Netz gestiftet hat.

Menschen, die sich mit dem ÖPNV bisher wenig befasst hätten, würden beim Autofasten oft feststellen, dass es im Saarland gute Verbindungen gebe und dass das Fahren mit Bus und Bahn auch entspanne, sagte Peter Gentes vom saarVV. Das zeigten die Auswertungsgespräche, die bei der Aktion Autofasten regelmäßig stattfänden. Auch in den anderen Regionen, in denen die Autofastenaktion stattfindet, unterstützen Partner wie Verkehrsverbände und Carsharing-Dienste die Teilnehmenden mit Angeboten.

Innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland beteiligen sich die Kirchenkreise Saar-West, Saar-Ost und Trier an der Aktion Autofasten. Anmelden können sich Interessierte im Internet unter www.autofasten.de. Im Anschluss erhält man ein "Mitmachheft" mit Informationen und Hinweisen auf weitere Veranstaltungen und Angebote.

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ekir.de / sto, Bistum Trier / 18.02.2016



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