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Abstimmung über interessierende Themen vor Beginn der Sessions: Archivfoto vom Barcamp Kirche 2014. Abstimmung über interessierende Themen vor Beginn der Sessions: Archivfoto vom Barcamp Kirche 2014.

Barcamp Kirche Online

„Überaus bereichernde Erfahrung“

Baukastensystem für die Website der Kirchengemeinde. Strategien gegen rechte Hetze gegen Flüchtlinge im Internet. Pro und Contra WhatsApp-Gruppe von Kindergarteneltern. Das sind nur drei von vielen möglichen Themen beim Barcamp Kirche Online 2015 in Essen. 

Von der Homepage zu Social-Media-Angeboten, von Open Source zu Multi-Media-Story-Telling – das ist die Bandbreite der möglichen Aspekte. Barcamp heißt dabei: Zu Beginn der Konferenz machen die Teilnehmenden den Zeitplan, beraten zunächst einmal, welche Themen sie interessieren, wer welche Fragen hat und wer jeweils Antworten geben kann.

Mit anderen Worten: Barcamp ist keine fertig vorbereitete Konferenz mit feststehenden Vorträgen und feststehenden Rollenverteilungen zwischen Referierenden und Hörenden. Barcamp ist eine Konferenz, bei der jede und jeder zwischen beiden Funktionen wechseln kann. Je nach Kompetenz, Erfahrung und Thema.

Fördert Vernetzung

„Wichtig ist der Vernetzungsgedanke und dass viele mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben“, sagt Ulrike Knichwitz aus der Evangelischen Kirchengemeinde Meckenheim. Sie bedauert, in diesem Jahre aus Urlaubsgründen in Essen nicht dabei sein zu können, im vorigen Jahr habe es ihr sehr gut gefallen.

Aktuelle Themen gibt es genug aus ihrer Sicht: „Gemeindebrief, kein aussterbendes Medium“, Datenschutz, Social Media, insbesondere Facebook, „und der Kampf für Open Source“. Ulrike Knichwitz sagt auch: „Hätte mich gerne für den EKiR-Kalender stark gemacht.“

Darf man Fotos aus dem Familiengottesdienst im Internet posten? Ist Open Source Software besser als kommerzielle? Wie lassen sich Social Media missionarisch nutzen? Auch das sind mögliche Themen von Sessions beim Barcamp Kirche Online.

Twittergottesdienst am Samstagabend

Zustande kommt dieses Barcamp durch die Kooperation von Lippischer Landeskirche, Evangelischer Kirche von Westfalen, Evangelischer Kirche im Rheinland, Kirchenkreis Essen und Bistum Essen. Beginn ist am Freitag, 18. September, abends mit einem „Meet and Greet“ im „Church“, dem inklusiven Restaurant des Kirchenkreises Essen.

Insgesamt sieben Sessions stehen dann von Samstagmorgen bis Sonntagmittag, 19. und 20. September, auf dem Programm im Haus der Kirche. Highlight ist der Twittergottesdienst am Samstagabend im Unperfekthaus.

Anstoß für eigene Social-Media-Aktivitäten

Er habe das erste Barcamp vor einem Jahr als „überaus bereichernde Erfahrung“ in Erinnerung, sagt einer der Organisatoren, Stefan Koppelmann, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Essen. Konkrete Folgen seien die Intensivierung der Aktivitäten in den Sozialen Medien geworden: der Start des Blogs „Himmelrauschen“ und der Facebook-Seite „Evangelisch in Essen“, so Koppelmann.

Wenn die Kirche nah bei den Menschen sein will, müsse sie dorthin gehen, wo sich die Menschen begegnen, wo sie in Beziehungen zueinander treten, wo sie teilen, was sie berührt und bewegt. Das geschehe sowohl auf den „sichtbaren“ Markplätzen der Kirche, in Gottesdiensten und Gruppen, als auch auf den „virtuellen“ Marktplätzen.

So wie ein gesprochener Psalm, eine Fürbitt oder, ein Gebet im Gottesdienst könne auch ein gutes Wort, ein gutes Bild oder eine kleine Geschichte beispielsweise auf Facebook in den Menschen eine Saite zum Klingen bringen, sie in ihrer Existenz, in ihrem Glauben und in ihren Fragen berühren.

Ideen und Impulse

Auch Ralf Peter Reimann, Pastor, Informatiker und Internetbeauftragter der rheinischen Kirche, freut sich auf das Barcamp und den dortigen Austausch über aktuelle Themen in Web und Social Media. „Ich bin sicher, die Teilnehmenden werden gute Ideen für Projekte mit nach Hause nehmen und anderen gute Impulse geben, wie wir im Netz als Kirche gemeinsam Zeichen setzen können.“

Die Teilnahme am Barcamp Kirche Online ist kostenlos und auch tageweise möglich. Erbeten wird eine Anmeldung auf barcamp-kirche-online.de. Die Teilnehmenden bekommen ein Fair-Trade-zertifiziertes T-Shirt aus Öko-Baumwolle. Hashtag #bckirche 

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ekir.de / Anna Neumann / 31.08.2015



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