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Ramblas in Barcelona Ramblas in Barcelona

Terroranschlag in Barcelona

Jugendliche aus Oberhausener Gemeinde verletzt

Die drei beim Terroranschlag in Barcelona verletzten Mädchen einer evangelischen Jugendgruppe aus Oberhausen sind nicht lebensgefährlich verletzt.

Die drei 14 und 17 Jahre alten Mädchen hätten sich ihre Verletzungen - unter anderem Knochenbrüche - wohl auf der Flucht vor den Attentätern zugezogen, sagte der Pressesprecher der Evangelischen Kirche im Rheinland, Jens Peter Iven, am Freitag in Oberhausen. Alle drei seien in Krankenhäusern in Barcelona untergebracht und auch ihre Familien befänden sich inzwischen in der katalanischen Metropole.

Die übrigen Mitglieder der insgesamt 54 Teilnehmer zählenden Ferienfreizeit werden dem Jugendleiter der evangelischen Kirchengemeinde Königshardt-Schmachtendorf, Tom Seeger, zufolge so bald wie möglich die Rückreise in ihre Heimat per Bus antreten. Dabei seien auch die sechs erfahrenen Mitglieder des Teams, das die Jugendlichen aus Oberhausen, Mülheim/Ruhr und Dinslaken bei der ursprünglich 14-tägigen Freizeit betreute. Die Ferienfreizeit, die ursprünglich am 22. August enden sollte, werde aufgrund der Vorfälle vorzeitig beendet, betonte Seeger. Die Teilnehmer der Ferienfreizeit waren laut Iven am Donnerstag in Gruppen von mindestens drei Personen unterwegs. Über Whatsapp hätten die Jugendlichen Kontakt untereinander gehalten und so auch schnell gemerkt, dass drei von ihnen beim vereinbarten Treffpunkt fehlten.

Der Sprecher der rheinischen Kirche betonte, es habe "keine Reisewarnung für Barcelona gegeben." Man werde auch weiterhin Ferienfreizeiten mit Jugendlichen in Orten wie Paris, London oder Barcelona durchführen, "falls es keine Reisewarnungen gibt." Gemeindepfarrer Thomas Levin erklärte, die Ferienfreizeit sei vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) der Gemeinde betreut worden. Viele der Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren hätten den Anschlag auf der Flaniermeile Las Ramblas mitbekommen, sagte Levin. Als Folgen seien Schock und Traumata zu befürchten, erklärte der Leiter des örtlichen CVJM, Kai Wilcken. Nach einem "Krisengespräch" am frühen Freitagmorgen habe man mit dem Team vor Ort den Abbruch der Freizeit und die Rückkehr besprochen und organisiert. Es ei bereits die dritte Freizeit gewesen, die er vom CVJM aus auf dem Campingplatz in Katalonien organisiert habe.

Die Kirchengemeinde steht laut Gemeindepfarrer Levin in Kontakt mit den betroffenen Familien, auch die Notfallseelsorge wurde einbezogen. Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz (CDU) verurteilte den Anschlag. "Das unendliche Leid unzähliger Menschen in den schrecklichen Minuten des Anschlags und seine Folgen haben mich sehr betroffen gemacht", erklärte er. Den verletzten Mädchen wünschte er "schnellstmögliche Genesung". Die Stadtverwaltung stehe im Kontakt mit den zuständigen Bundes- und Landesbehörden sowie mit der Kirchengemeinde und biete ihre Hilfe an, betonte Schranz. Ein Unbekannter war am Donnerstag mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge auf der bei Touristen beliebten Flaniermeile von Barcelona, Las Ramblas, gerast. Medienberichten zufolgen wurden dabei mindestens 14 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt.
 

Einen Kommentar von Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer finden Sie hier.

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epd / Bild: Nacho Facello CC BY-SA 2.0 / 18.08.2017



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