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Stele in Wuppertal-Barmen Die Stele von Ulle Hees in der Wuppertaler Innenstadt setzt sich kritisch mit der NS-Zeit auseinander - so wie Barmer Erklärung. Wie heute kritische Auseinandersetzung mit Politik im Gottesdienst gelingt, zeigt das Themenheft.

Gottesdienstpraxis

Kritische Auseinandersetzung mit Politik

Wie viel Politik verträgt ein Gottesdienst? Darum geht es in einem Sonderheft der Zeitschrift „Thema: Gottesdienst“ zur Barmer Erklärung, das damit zugleich das Jahresthema 2014 in der Reformationsdekade aufgreift.

Erstellt wurde das Themenheft mit dem Titel „Reformation und Politik“ anlässlich des Jubiläums „80 Jahre Barmer Theologische Erklärung“ von den gottesdienstlichen Arbeitsstellen der rheinischen Kirche, der Kirche von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz mit ihren Partnern in Baden, Mitteldeutschland und Westfalen sowie vom Kirchenkreis Wuppertal.

Unter dem Motto „Politisch predigen – beten – singen – essen und trinken“ geben vier Essays Anstöße zu einer theologisch verantworteten politisch bewussten Gottesdienstpraxis, verfasst unter anderen vom hannoverschen Landesbischof Ralf Meister und der Wuppertaler Professorin Andrea Bieler. Das Sonderheft enthält zudem Gottesdienstentwürfe, die jede der sechs Thesen der Barmer Erklärung in einen aktuellen politischen Kontext stellen.

Die Barmer Erklärung ist immer noch aktuell

In einem weiteren Beitrag präsentiert der Wuppertaler Pfarrer Martin Engels die Ausstellung „Gelebte Reformation: Zwischen Widerstand und Anpassung “, mit der der Kirchenkreis Wuppertal und die Evangelische Kirche im Rheinland im Jubiläumsjahr auf die Aktualität der Barmer Erklärung hinweisen. „Das Erinnern an die orientierende Kraft der Bekenntnissynode hat das Potential, zu kritischer Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Situation unserer Kirchen anzustiften“, schreibt Engels, der das Ausstellungsprojekt leitet. Eröffnet wird die Ausstellung am 30 Juni in der Gemarker Kirche in Wuppertal-Barmen.

„Die Barmer Theologische Erklärung ist ein zutiefst geistlicher Text, der gerade so hochpolitisch wurde“, schreibt der Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, in einem Geleitwort. Christinnen und Christen fänden sich unter „dem einen Wort Gottes“ zusammen, deshalb seien Gottesdienste immer auch politisch, so Schneider weiter: „Gerade weil es in unseren Gottesdiensten um Gott geht, geht es auch um die geschaffene Welt und ihre Menschen, um Macht und Geld, Gerechtigkeit und Frieden, gesellschaftliches Engagement und öffentliche Verantwortung.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 7. April 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 27. Mai 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / wb, Foto: gemeindemenschen.de/Uwe Schinkel / 08.04.2014



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