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Prof. Dr. Uwe Becker verlässt die Diakonie RWL, um Professor an der EFH in Bochum zu werden. Prof. Dr. Uwe Becker verlässt die Diakonie RWL, um Professor an der EFH in Bochum zu werden.

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe

Vorstandssprecher wechselt auf Professur in Bochum

Der Vorstandssprecher der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL), Dr. Uwe Becker, wechselt an die Evangelische Fachhochschule (EFH) in Bochum. Der Theologe und Sozialexperte übernimmt eine Professur für Diakoniewissenschaft, Sozialethik und Verbändeforschung. 

Der Rektor der EFH, Prof. Dr. Gerhard K. Schäfer, erklärte, er freue sich sehr über die Berufung von Prof. Dr. Uwe Becker. Er sei "einer der renommiertesten Diakoniewissenschaftler in Deutschland". Er werde dazu beitragen, die Lehre und Forschung an der EFH weiter zu profilieren und den Transfer zwischen Wissenschaft und diakonischer Praxis zu intensivieren.“ Seit Mai 2011 ist Becker bereits als Honorarprofessor an der Hochschule tätig.

Der 56-jährige Kölner Theologe hat die Diakonie insgesamt elf Jahre geleitet. Zunächst als Theologischer Direktor der rheinischen Diakonie berufen, gestaltete Becker die Fusion der drei Diakonischen Werke Rheinland, Westfalen und Lippe entscheidend mit. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Diakonie RWL, Pfarrer Jürgen Dittrich, erklärt, Becker habe das Zusammenwirken der Diakonie in Rheinland, Westfalen und Lippe intensiv mit geprägt.

Uwe Becker war nach seinem Studium der Theologie und Philosophie in Wuppertal und Tübingen zunächst als Gemeindepfarrer im Wuppertaler Stadtteil Wichlinghausen tägig. Im Jahr 2000 wechselte er als Sozialpfarrer nach Köln. Als Vorstand der Diakonie RWL setzte sich Becker besonders intensiv mit den Themen Armut, sozialer Arbeitsmarkt und Inklusion auseinander. Dazu veröffentlichte er regelmäßig Beiträge in Fachmagazinen und überregionalen Zeitungen. Im April kam sein Buch „Die Inklusionslüge. Behinderung im flexiblen Kapitalismus“ heraus.

Oft auch scharfzüngig

Auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, würdigt Beckers Verdienste. Als Vorstand des Diakonischen Werkes im Rheinland und der Diakonie RWL habe er "vielfältige inhaltliche Impulse zur Zukunft diakonischer Arbeit, zur Zukunft des Sozialstaates und zu Fragen der Inklusion gesetzt". Er sei ein scharfsinniger Analytiker gesellschaftlicher Entwicklungen und ein profilierter und dialogbereiter Theologe, "der sich stets vernehmbar und oft auch scharfzüngig in den gesellschaftlichen Diskurs eingebracht" habe.

Becker selbst erklärt: „Nach elf Jahren der verbandspolitischen Arbeit, auf die ich gerne und dankbar zurückblicke, freue ich mich auf die neuen Herausforderungen als Professor im Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Diakonie an der EFH. Ich ziehe ja damit nicht aus der diakonischen Wohnung aus, sondern wechsle nur das Zimmer.“

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ekir.de / neu; Foto: Diakonie RWL / 17.06.2015



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