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Schnell helfen: Schülerinnen und Schüler des Amos-Comenius-Gymnasiums packen für die vom Hochwasser betroffenen Menschen in drei Orten in Zentralbosnien. Schnell helfen: Schülerinnen und Schüler des Amos-Comenius-Gymnasiums packen für die vom Hochwasser betroffenen Menschen in drei Orten in Zentralbosnien.

Amos-Comenius-Gymnasium

Schüler helfen bosnischen Flutopfern

Die Bilder von der Flutkatastrophe in Südosteuropa ließen die Schülerinnen und Schüler des evangelischen Amos-Comenius-Gymnasiums in Bonn nicht mehr los. Und so haben sie spontan eine eigene Hilfsaktion für bosnische Opfer auf die Beine gestellt. 

In der Nacht zu Freitag startet der erste LKW mit gespendeten Gütern nach Nemila, Orahovica und Topic Polje, also in drei Orte in Zentralbosnien, wo das Hochwasser zwar inzwischen sinkt, in denen aber Erdrutsche und Schlammlawinen die Existenz zahlloser Menschen bedrohen. Samstag sollen die Waren schon verteilt werden. Schülersprecherin Konstanze Müller: "Durch persönliche Kontakte wissen wir, dass in diesen Orten die Not im Moment sehr groß ist. Viele Familien haben alles verloren bis auf die Kleidung, die sie am Körper tragen. Wir wollen die Hilfsgüter unbürokratisch und möglichst schnell genau dort hinbringen."

Die Schülerinnen und Schüler sammeln also derzeit Kleidung für Erwachsene, Kinder und Säuglinge, paarweise gebündelte Schuhe, Hygienartikel wie Zahnbürsten, Zahnpasta, Duschgel und Seife, Babypflegartikel wie Einmal-Windeln sowie Decken. Außerdem gebraucht werden haltbare Nahrungsmittel, also Konserven, Dosenmilch, Nudeln, eingeschweißte Schokolade, so Konstanze Müller. Schließlich werden Wasserentkeimungstabletten, Kochtöpfe bis 20 Zentimeter Durchmesser, wieder verwendbares Plastikgeschirr, Besteck und Geschirrspülmittel gebraucht.

Mitinitiatoren der Spontan-Aktion sind die Amos-Ehemalige Lea Dana Umlauff-Hodic und ihr aus der betroffenen Gegend stammender Ehemann. Eine weitere Ehemalige sammelt mit Crowd Funding im Internet Gelder für den Transport. Der Ehemann der einen und der Vater der anderen organisieren den schnellen und sicheren Transport und die Verteilung der Hilfsgüter an die Opfer.

Selbsthilfe durch die eigenen Verluste begrenzt

Lea Dana Umlauff-Hodic sagt: „Die Bevölkerung der betroffenen Orte versucht sich momentan so gut wie möglich gegenseitig zu helfen, doch auch ihre Mittel sind durch eigene Verluste sehr begrenzt. Viele haben durch die Katastrophe ihre Häuser verloren.“ Bosnische Hilfsorganisationen und die Armee hätten zwar schnell eingegriffen.

Aber sie seien überfordert, könnten trotz des Wasserrückgangs nicht überall helfen. „Die Infrastruktur ist noch lange nicht wieder hergestellt. Es gibt zunehmend die Gefahr von Seuchen und Landminen.“ Ein weiterer Transport sei für nächste Woche geplant. Es fehle noch der nötige LKW.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 21. Mai 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 27. Mai 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / Ebba Hagenberg-Miliu, Foto: Ian Umlauff / 22.05.2014



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