Zur Person

Klimaschutz und Glaubwürdigkeit

Die Frage der globalen Erwärmung ist die „große Schicksalsfrage der Menschheit“, sagt Richard Brand. „Es wird nicht nur ein bisschen wärmer.“

Richard Brand ist Referent Umwelt, Klima, Energie im Düsseldorfer Landeskirchenamt. Richard Brand ist Referent Umwelt, Klima, Energie im Düsseldorfer Landeskirchenamt.

Vielmehr gehe es um dramatische Auswirkungen, sagt der neue Referent Umwelt, Klima, Energie. Seit 1. November ist der Diplom-Volkswirt im Landeskirchenamt in der Abteilung III Ökumene im Dienst. Er will dazu beitragen, dass umgesteuert wird. Die Kirchen seien wichtige Akteure, seien ja schon seit langem im Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Große Worte? Richard Brands Beiträge werden ganz konkret sein, er hat zwei Hauptthemen: Entwicklung eines integrativen Klimaschutzkonzeptes und Einführung des „Grünen Hahns“.

Gebürtig aus dem Rheingau, studierte Brand in Mainz und Gießen Volkswirtschaft mit dem Schwerpunkt Sozioökonomik der Entwicklungsländer. Nord-Süd-Fragen bestimmten seinen Berufsweg: Er war u.a. Redakteur in einem entwicklungspolitischen Verlag und in Sarajevo in Bosnien-Herzegowina ein Jahr als Menschenrechtsbeobachter. Von 1997 bis 2002 arbeitete er in Mosambik, zunächst als Berater für Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung beim Christenrat Mosambiks, dann bei einem Kreditinstitut zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen. In den vergangenen Jahren war Richard Brand beim Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) in Bonn tätig – zuletzt zuständig für Internationale Klima- und Energiepolitik.

Grüner Hahn und Klimaschutzkonzept

Und nun also Referent für Umwelt, Klima, Energie der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Für zunächst fünf Jahre unterstützt er Kirchengemeinden, Kirchenkreise sowie Ämter, Werke und Einrichtungen bei der Einführung des kirchlichen Umweltmanagementkonzepts „Grüner Hahn“. Schließlich soll das Programm „in die Breite und in die Fläche gehen“, wie Brand sagt, sollen via „Grüner Hahn“ die Umweltleistungen durch strukturiertes Handeln verbessert werden.

Eine große Herausforderung für die Landeskirche ist es, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Brand wird diesen ressortübergreifenden Prozess gestalten und koordinieren. Ausgelöst ist diese Aufgabe von einem Beschluss der EKD-Synode. Die dahinter liegende Erkenntnis: Kirche ist nur glaubwürdig, wenn sie auch in ihren eigenen Reihen mit dem Klimaschutz ernst macht. Alle Landeskirchen sind deshalb aufgefordert, bis 2015 ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Richard Brand, 53 Jahre, verheiratet, begeisterter Fahrradfahrer, Fan mittelalterlicher Geschichte, kümmert sich drittens im Umwelt- und Klimabereich auch um eine stärkere Vernetzung innerhalb und außerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland, u.a. durch Mitarbeit in der AG der Umweltbeauftragten der Kirchenkreise, Vertretung der EKiR in der Klimaallianz und in der Klimaplattform der Kirchen.

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ekir.de / neu / 29.11.2012



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