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Die Konfigruppe der Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte beim Backen in der Bäckerei Hercules. Die Konfigruppe der Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte beim Backen in der Bäckerei Hercules.

Aktion 5.000 Brote

„Brot ist nicht gleich Brot“

Wiegen, kneten, formen: 22 Düsseldorfer Konfirmandinnen und Konfirmanden machen Roggenmischbrote in einer Vollkornbäckerei. Sie bekommen dabei Einblicke in das Bäckerhandwerk und tun Gutes für die Aktion „5.000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“.

In der Backstube der Hercules-Bäckerei in Düsseldorf ist es heute ungewöhnlich voll und wuselig. Wo normalerweise zwei bis drei Bäcker Brote herstellen, tummeln sich 22 Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Die Jugendlichen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte backen unter Anleitung von Bäckermeister und Inhaber Johannes Dackweiler für die bundesweite Aktion „5.000 Brote“ des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“. Dabei tun sich Konfigruppen mit örtlichen Bäckereibetrieben zusammen und stellen Brote her, die sie selbst in ihren Kirchengemeinden zugunsten von Kinder- und Jugendbildungsprojekten in El Salvador, Albanien und Ghana verkaufen. 

Bewusstsein für die Not von anderen wecken

Tolle Sache, fanden Jugendleiterin Pia Höfer und Pfarrer Bernd Wegerhoff, die die Konfis zur Backaktion begleiten. „Wir wollen damit bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden das Bewusstsein für die Not von anderen wecken und sie ermutigen, etwas dagegen zu tun“, sagt Pia Höfer.

Bei der Suche nach einem Bäcker in der Nähe stieß Höfer auf die Vollkorn- und Mühlenbäckerei Hercules. Inhaber Johannes Dackweiler musste nicht lange überredet werden und war begeistert von der Aktion: „Ich finde das toll: jungen Menschen zu zeigen, wie Brot entsteht und einen Bezug zur Herstellung von Lebensmitteln herzustellen“, sagt er. „Das ist wichtig, denn letztlich entscheiden sie mit, was am Markt passiert. Es gibt viele Bäcker und alle bieten Brot an. Aber Brot ist nicht gleich Brot.“  

Der Bäcker hat hohe Ansprüche an Qualität und Nachhaltigkeit. 95 Prozent der Produkte sind aus Vollkorn. Das Getreide stammt von einem Bauern aus Mettmann und wird in der eigenen Mühle weiterverarbeitet. Es gibt keine Fertigmischungen, Brote und Backwaren werden täglich selbst hergestellt. Und das mit möglichst geringem Maschineneinsatz. Benutzt werden nur eine Knetmaschine und eine Brötchenpresse.

Backen macht Spaß, frühes Aufstehen weniger 

Selbst Hand anlegen müssen auch die Düsseldorfer Konfis: Der Teig für 40 Roggenmischbrote wurde in der Knetmaschine vorbereitet, muss nun aber noch gewogen, weiter geknetet und geformt werden. Mit viel Elan machen sie sich ans Werk.

Cathrin, 14, hat zu Hause auch schon Brot gebacken, findet den professionell zubereiteten Teig aber anders: „Der ist viel lockerer und klebriger. Ich glaube, ich habe gerade beim Kneten zu viel Mehl genommen.“ Auch Leander, 13, macht das Backen Spaß: „Beruflich Backen könnte ich mir schon vorstellen, nur die Uhrzeit nicht, zu der man arbeitet.“  

Nach rund zwei Stunden sind die Brote fertig. Sie sollen am nächsten Sonntag nach dem Gottesdienst verkauft werden. Später wird sich herausstellen, dass Spenden in Höhe von 384,50 Euro zusammengekommen sind. 

Mehr Eindrücke von er Brotbackaktion der Düsseldorfer Konfigruppe gibt es im Fotoalbum.

 

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ekir.de / Christina Schramm, Fotos: Gerald Biebersdorf / 09.11.2016



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