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Aachens Superintendent Hans-Peter Bruckhoff. Aachens Superintendent Hans-Peter Bruckhoff.

"Debatte"

„Neonazis können hier nicht so leicht Fuß fassen“

In der Städteregion Aachen ist die rechte Szene besonders aktiv – und stößt auf viel Gegenwehr. Im Kirchenkreis Aachen engagieren sich die Kirchen in der ökumenischen Initiative „Kirche gegen rechts“, die Aufklärungsarbeit gegen rechte Gewalt leisten. 

Der evangelische Superintendent Hans-Peter Bruckhoff findet diesen Einsatz unerlässlich: „Als Christ und Theologe sehe ich mich in der Pflicht, gegen das Menschenbild vorzugehen, das rechte Gruppierungen verbreiten wollen: ein Bild, das menschenverachtend und gotteslästerlich ist,“ sagt der Theologe in der neuen Ausgabe des Themenhefts „debatte“. Aufklärung über Rechtsextremismus sei auch Thema in der Konfirmanden- und Jugendarbeit sowie in der Erwachsenenbildung.

Besondere Unterstützung erhält die Gemeinde Stolberg, in der jährlich ein großer Aufmarsch von Neonazis stattfindet. Die friedliche Gegendemo „Ökumenischer Kreuzweg“ sei mittlerweile zu einer Art Markenzeichen von Stolberg geworden, sagt Bruckhoff. Die Aktivitäten gegen rechts seien in der Region erfolgreich. „Überall zeigt sich breiter Widerstand. Neonazis können hier nicht so leicht Fuß fassen.“

Positionen und Aktionen

Unter dem Titel „Rechtsextremismus: Nicht mit uns!“ beleuchtet „debatte“, das Themenheft zum Mitreden, auf 60 Seiten das Phänomen Rechtsextremismus und stellt kirchliche Positionen und Aktionen gegen rechts vor. Unter anderem legt die Theologin Dr. Ilka Werner in einem Essay dar, warum es für Christinnen und Christen geboten ist, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren.

Präses Manfred Rekowski diskutiert mit dem Wissenschaftler Alexander Häusler über die Ursachen von rechtem Denken in der Kirche. Einer der bekanntesten Aussteiger aus der rechten Szene erzählt von seinem Neuanfang. Eine Reportage schildert, wie der Duisburger Pfarrer Dieter Herberth mit Worten und Taten gegen die Diskriminierung von Roma in seinem Viertel kämpft. Und der Politologe Klaus Hufer gibt Tipps, wie man Stammtischparolen kontert. „debatte“wird von der Evangelischen Kirche im Rheinland herausgegeben.

debatte, das Themenheft zum Mitreden. „Rechtsextremismus: Nicht mit uns!“ ist zu bestellen bei der Evangelischen Kirche im Rheinland, Landeskirchenamt, Dezernat V.3 Politik und Kommunikation, Arbeitsbereich Kommunikation, Hans-Böckler-Straße 7, 40476 Düsseldorf, Telefon 0211 / 4562-340, Fax 0211 4562-490, E-Mail angela.irsen@ekir.lka.de.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 14. Januar 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 14. Januar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / cs, Foto: Kirchenkreis Aachen / 14.01.2014



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