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Foto: DWSaar Bürgerarbeitsplätze gibt es auch im Sozialkaufhaus Saarlouis.

Saarland

Damit Hoffnung und Perspektiven nicht verloren gehen

Die Evangelische Kirche an der Saar hat einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt für leistungsgeminderte Männer und Frauen und Anschlussmaßnahmen für die auslaufende Bürgerarbeit gefordert.

Die Superintendenten der Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West, Gerhard Koepke und Christian Weyer, plädierten dafür in einer gemeinsamen Erklärung an die Politik. Allein in den Einrichtungen der Evangelischen Kirche im Saarland seien rund 600 Bürgerarbeiter betroffen. In dem am 31. Dezember 2014 endenden Bundesprogramm erhalten Langzeitarbeitslose ohne Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

„Menschen in Armut und Arbeitslosigkeit haben ein Recht auf nachhaltige Unterstützung, die nicht von kurzfristigen Förderszenarien abhängen darf“, heißt es in der Erklärung der Superintendenten. „Es macht uns große Sorge, wie es mit den Menschen, für die alles zu enden droht, weitergeht.“ Die insgesamt über 1600 Bürgerarbeiter im Saarland sicherten mit ihrer Tätigkeit unter anderem in Sozialkaufhäusern, in der Seniorenbegleitung, in Schulprojekten, Möbel- und Kleiderbörsen nicht nur ihren Lebensunterhalt, sondern auch wichtige Einrichtungen der sozialen Infrastruktur für benachteiligte Bürger.

„Brechen sie und die anderen von Bürgerarbeit getragenen Angebote weg, wird die Armutsbekämpfung in unserem Land in Frage gestellt“, warnen die Superintendenten. Sie bitten die Landesregierung und die Verbände, den Bundestag und die Bundesregierung „schnell zu handeln, damit die Menschen nicht die Hoffnung und die Perspektiven für ihr Leben verlieren.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 21. Februar 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 21. Februar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / Foto: DW Saar / 21.02.2014



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