Delegierte der 10. ÖRK-Vollversammlung in Busan. Foto: ÖRK Delegierte der 10. ÖRK-Vollversammlung in Busan, in der Mitte die Rheinländerin Schulamit Kriener. Foto: ÖRK

Ökumene

Gemeinschaft weiter aufbauen

Sie haben sich unter dem Motto "Busan - Wege weitergehen. Ideeen entwickeln" getroffen. Und sie sind voller Ideen und haben konkrete Wege verabredet, die sie weiter gehen werden. Die Gruppe "meet" zieht Konsequenzen aus Busan.

Die ökumenisch engagierten jungen Leute, zusammengeschlossen unter dem Namen "meet - more ecumenical empowerment together", nehmen den Pilgerweg Gerechtigkeit und Frieden auf und planen für den September 2014 einen Pilgerweg von Eisenach nach Laufdorf. Grenzwege, Orte des Widerstands, Klimagerechtigkeit, Geistliche Gemeinschaften, Gemeinden verschiedener Konfessionen sowie anderer Sprache - das sollen die Themen und Begegnungen dieses Pilgerwegs sein, kündigen die meet-Mitglieder an.

Bereits im Frühjahr 2014 wird meet bei der "Ökumenischen Versammlung" in Mainz präsent sein, eventuell einen Workshop anbieten. Die Ökumenische Versammlung im WWW: oev2014.de Zu den weiteren Plänen der Gruppe gehört dies: "Wir träumen von einem jungen ökumenischen Netzwerk und einem Treffen junger Menschen aller christlichen Konfessionen auf globaler Ebene. Im Zentrum dieses ,Global Christian Youth Forum' würde die Begegnung stehen. Die Idee orientiert sich am Global Christian Forum."

Auch beim nächsten meet-Jahrestreffen, das im Juli 2014 im Ökumenischen Forum Hafencity in Hamburg stattfinden wird, wird noch einmal über Busan weiter geredet werden, berichtet Schulamit Kriener. Die Koreanistin hatte an der ÖRK-Vollversammlung als Delegierte teilgenommen und wurde in den Zentralausschuss gewählt. Nun, ungefähr einen Monat nach Busan, sagt sie, gefragt dem wichtigsten Bleibenden: "Für mich ist das Wichtigste, eine Reihe sehr netter und interessanter Menschen kennen gelernt zu haben und mit ihnen ein Stück weit eine Gemeinschaft aufgebaut zu haben. Das Schöne ist, dass diese Gemeinschaft mich in die vielen verschiedenen Kontexte (zurück)gebracht hat: nach Deutschland, nach Korea, nach England und zu so vielen anderen Teilen der Welt. Das war eine ganz besondere Erfahrung."

Zu den Aufgaben der Kirchen und des Zentralausschusses sagt sie: "Für die Kirchen sehe ich viele verschiedene gesellschaftspolitische Aufgaben: Wie geht man mit dem Anderen oder der Anderen in unserer Mitte um - sprich mit Migranten? Wie gehen wir mit unserer Verantwortung als wiedervereinigtes Land um angesichts des Leidens und der Konflikte in immer noch getrennten Ländern wie Korea? Wie können wir die neue Missionserklärung zum Leben bringen und in den und mit den Rändern unserer Gesellschaft leben."

Im Zentralausschuss werde es weiterhin die Aufgabe geben, vor allem die "Eastern Orthodox Churches" dabei zu unterstützen, untereinander zu kooperieren. Schulamit Kriener erklärt weiter: "Wir alle werden eine Zeit brauchen, um uns gegenseitig kennen zu lernen und zu einem ökumenischen Team zu werden, das die Aufgaben der Zukunft produktiv und gemeinschaftlich anpacken kann."

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ekir.de / neu / 02.12.2013



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