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Im Mutterhaus in Kaiserswerth gab es das theologische Symposium zur Verabschiedung von Landeskirchenrätin Christine Busch. Im Mutterhaus in Kaiserswerth wurden das theologische Symposium und die Verabschiedung von Landeskirchenrätin Christine Busch verbunden.

Ökumene

Große Aufgabe

Als „große Aufgabe, in die Gott uns hineingestellt hat“, hat Landeskirchenrätin Christine Busch den Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung beim Symposium zu ihrem Abschied beschrieben.

Theologischer Ausblick: Landeskirchenrätin Christine Busch. Theologischer Ausblick: Landeskirchenrätin Christine Busch.

Die Theologin warb für die den Konziliaren Prozess, der Spiritualität und politisches Gewissen verbinde. „Das hat ihn für mich so wertvoll gemacht.“ Die stellvertretende Leiterin der Ökumene-Abteilung im Landeskirchenamt wurde mit einem theologischen Symposium im Mutterhaus in Kaiserswerth unter dem Titel "...dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen" (Psalm 85) in den Ruhestand verabschiedet. Vater Heikki Huttunen, aus Finland stammender Generalsekretär der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), machte in seinem Vortrag deutlich, dass die ökumenische Bewegung von den vielfältigen Identitäten ihrer Mitglieder lebe.

Christine Busch erklärte, manchmal werde dem Konziliaren Prozess unterstellt, „ein Programm für unbelehrbare Alt-68er“ zu sein. Das liege daran, dass er die Machtfrage stelle. Seine „innere Kraft“ liege in der Praxis der Gewaltlosigkeit. So sei sein spiritueller Kontext die gewaltfreie Kerzenrevolution von 1989 mit den vorausgegangenen ökumenischen Versammlungen.

Das biblische Verständnis von Gerechtigkeit ziele auf geordnete, verantwortliche und gewaltfreie Beziehungen, erklärte die Theologin weiter, die zunächst in Westberlin ordiniert worden war und auch als Pfarrerin gearbeitet hatte. Ab dem Jahr 2000 gestaltete sie in der rheinischen Kirche hauptamtlich den Konziliaren Prozess mit, der mittlerweile in der rheinischen Kirchenordnung verankert ist.

Heile und geheiligte Beziehungen

„Es geht um heile und geheiligte Beziehungen zwischen Gott und allem Geschaffenen, zwischen den Menschen sowie im Verhältnis zwischen Menschen und der gesamten Schöpfung“, erläuterte Christine Busch. Sie erinnerte u.a. an Begegnungen mit Menschen aus Rumänien bei ökumenischen Versammlungen: „Sie wollten Freiheit fühlen, Gemeinschaft des Leibes Christi feiern und einen europäischen Traum schmecken: Kirchengemeinschaft als Zeugnis für Versöhnung und Frieden in einem offenen Europa.“

Heute, zwanzig Jahre später, sehe Europa anders aus. „Wir haben neue Mauern, Grenzzäune, und Grenzen auch in vielen Köpfen und Herzen. Wir haben aber auch Menschen mit unbeirrbarer Hoffnung.“ Und so blieben die Kirchen Hoffnungsträgerinnen und Vertriebene und Flüchtlinge. Und so bleibe der Konziliare Prozess mit der Trias Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung kirchliche Verpflichtung – für eine „bessere Welt für alle“.

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ekir.de / neu / 30.12.2016



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