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Gottesdienst in Wuppertal erinnert an Liederdichter Jochen Klepper

Vizepräses predigt zum Buß- und Bettag: Was hilft, damit Christen nicht lau werden?

Pressemitteilung Nr. 145/2012

Christenmenschen sollen nach dem Willen Gottes nicht lau sein. Daran hat Vizepräses Petra Bosse-Huber am Abend (vgl. Sperrfrist!) in der Gemarker Kirche in Wuppertal erinnert. Der heutige Buß- und Bettag erinnere daran, dass es um Anntworten auf drängende Lebensfragen geht, sagte die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Auslegung von Versen aus der Offenbarung des Johannes: „Wo ist die geistliche Substanz zu finden, die mein persönliches Leben und Tun und Lassen, aber auch unser gemeinsames Handeln als evangelische Kirche vor dem Fluch der billigen Anpassung und der schalen kraftlosen Beliebigkeit bewahren kann? Wie verhindere ich, dass meine Art zu leben von Christus als ,ekelhaft lau’ befunden wird? Wie entgehen wir als christliche Gemeinde gemeinsam der Gefahr, dass unser Lebensstil von ihm als Brechmittel befunden wird? Denn laues, stinkendes und brackiges Wasser wurde in der Antike als genau solch ein hoch wirksames Brechmittel eingesetzt.“

Die Antworten auf diese Fragen seien im Hören auf Jesus Christus, der mit seinem Wort, seinem Evangelium immer wieder an die Türen der Menschen klopfe, unterstrich Vizepräses Bosse-Huber, die in der Predigt auf den Kirchenliederdichter Jochen Klepper verwies, der sich wegen der Verfolgung durch die Nazis gemeinsam mit seiner jüdischen Frau und einer ihrer Töchter vor 70 Jahren das Leben nahm: In der Sorge um seine Frau und die Kinder sei Liebe Motor seines Handelns gewesen: „Hier war nichts lau, hier war Klepper heiß von brennender Liebe.“

„Wuppertal ist keine braune Stadt“

„Es ist schwer, die eigene Gegenwart, die aktuelle gesellschaftliche und kirchliche Situation klar, kritisch und geistesgegenwärtig wahrzunehmen. An den richtigen Stellen Ja oder Nein zu sagen. Heiß oder kalt zu sein. Mutig und furchtlos aufzutreten, Partei zu ergreifen für Schutzlose und Verfolgte. Nicht nur, wie Dietrich Bonhoeffer es einmal formuliert hat, die Verletzten zu verbinden, die unter das Rad gekommen sind, sondern entschlossen dem Rad in die Speichen zu fallen“, sagte die 53-jährige Theologin.

Antisemitische, ausländerfeindliche und faschistische Sprüche und Aktionen seien nicht nur Erscheinungen der Jochen-Klepper-Zeit, sondern schockierende Gegenwart auch in Wuppertal, so die Vizepräses, die viele Jahre lang Pfarrerin in Elberfeld war: „Ich bin froh, hier in der Gemarker Kirche an einem Ort zu sein, wo Menschen sich ihrer politischen und kirchlichen Verantwortung bewusst sind. Wo die enge Nachbarschaft zur Bergischen Synagoge als eine lebendige Verpflichtung verstanden und eine sehr selbstverständliche jüdisch-christliche und interreligiöse Gemeinschaft gelebt wird. Wo Menschen sich stark machen für die klare lokale Botschaft: Wuppertal ist keine braune Stadt und auch Stadtteile wie Vohwinkel sind keine Hochburgen von Neonazis, egal wie sehr sich gefährlich verwirrte Geister auch darum bemühen mögen, Stadtteilen diesen unseligen braunen Stempel aufzudrücken. Es ist gut, dass uns das Klopfen an der Tür manchmal aus allzu großer Bequemlichkeit aufscheucht, uns wach hält und unserer Lauheit ein Ende bereitet.“

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 21. November 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 21. November 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf/Wuppertal / EKiR-Pressestelle / 21.11.2012



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