Vereint im Tonstudio, v.l.: Anna-Maria Kopp, Marlies Schauff, Pfarrer Dietmar Redeker, Daniel Schmitz und Eser Ufaksögüt. Vereint im Tonstudio, v.l.: Anna-Maria Kopp, Marlies Schauff, Pfarrer Dietmar Redeker, Daniel Schmitz und Eser Ufaksögüt.

Graf-Recke-Stiftung

Biblische Geschichten zum Hören

Die Idee kam bei der Konfirmandenarbeit, da waren Kinder dabei, die ein Handicap beim Lesen haben. Parallel waren da die Älteren, denen das Lesen zunehmend schwer fällt, weil die Sehkraft nachlässt. Die Idee: Bibel-Geschichten vorlesen und auf CD brennen.

"Recke-Hör-Bibel" heißt das Ergebnis. Bis das stand, musste einiges passieren. Zunächst galt es, Menschen zu finden, die vorlesen. Gefunden hat Dietmar Redeker, Pfarrer in der Graf-Recke-Stiftung in Düsseldorf, ein buntes Vorlese-Team: Jugendliche, Konfirmanden und Konfirmandinnen, Seniorinnen. Sie kommen aus dem Altenheim der Stiftung, den Häusern der Jugendhilfe, den Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Nachbarschaft.

Und alle haben gelesen, die 93-Jährige genauso wie der 10-Jährige. Im Studio des Medienverbands der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) haben insgesamt 25 Sprecher und Sprecherinnen unter der Regie von Redeker 40 Texte aus dem Alten und dem Neuen Testament eingesprochen.Dabei wurde viel geprobt und auch viel geschnitten – denn keine und keiner ist ja professionellen Sprecher. „Es ist schön zu sehen, wie alle stolz auf ihre Arbeit sind“, sagt Redeker.

Das ist auch der 90-jährigen Anna-Maria Kopp anzumerken, wenn sie erzählt, wie ihr Sohn nach dem ersten Hören der CD reagiert hat: „Du sprichst ja wie eine Fernsehansagerin im Fernsehen!“ Von der Hörbibel gibt es 4.000 Stück. Die CDs geben einen Überblick über die bekannten Texte des Alten Testaments wie der Schöpfungsgeschichte, der Geschichte von der Arche Noah und der Jona-Erzählung.

Nikolaus Schneider liest das Hohelied der Liebe

Aus dem Neuen Testament kommen viele Texte zu Wort, die das Leben Jesu nachzeichnen. Natürlich ist auch die Bergpredigt dabei. Sogar einen Bonustrack gibt es: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und frühere rheinische Präses Nikolaus Schneider liest vor. Er hat das „Hohelied der Liebe“ übernommen.

Unterstützt wurde das Projekt vom Innovationsfonds des Kirchenkreises Düsseldorf. Er gab 3.100 Euro für die Produktion von 1.000 CDs. Die werden jetzt in den Gottesdiensten zu Heiligabend und an den Weihnachtstagen in der Kirche der Graf-Recke-Stiftung verschenkt. Auch bei den Weihnachtsfeiern der übrigen Einrichtungen der Stiftung erhalten die Gäste die CD.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 18. Dezember 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 18. Dezember 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / evdus; Foto: Sergej Lepke / 18.12.2013



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