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Auf der Website des Satiremagazins charlie-hebdo.fr ist das Solidaritätsbekenntnis zu finden, das in SocialMedia ohne Ende aufgegriffen wird: Ich bin Charlie. Auf der Website des Satiremagazins charlie-hebdo.fr ist das Solidaritätsbekenntnis zu finden, das in SocialMedia ohne Ende aufgegriffen wird: Ich bin Charlie.

Anschlag auf Magazin "Charlie Hebdo" in Paris

Wir klagen Gott die Opfer

Die Einsätze von Polizei und Eliteeinheiten nach dem Charlie-Hebdo-Attentat und den Geiselnahmen haben weiteren Opfern den Tod gebracht. "Das klagen wir Gott", so Präses Manfred Rekowski am Abend.

Präses Rekowski weiter: "Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Wir bitten Gott um ein Ende von terroristischer Gewalt und das sofortige Ende der Eskalationen von Hass und Gewalt in unserem Nachbarland."

Mehr als zwei Tage waren die mutmaßlichen Terroristen Chérif und Saïd Kouachi auf der Flucht, verfolgt von Polizei und Spezialkräften, hatten sich zuletzt in einer Druckerei verschanzt und eine Geisel genommen. Ein Dritter hatte in Paris Kunden eines Supermarkts gekidnappt - Attentäter und vier Geiseln starben nach dem Polizeieinsatz am Abend.

Vorangegangen war das Attentat am 7. Januar in Paris, bei dem zwölf Menschen starben, unter ihnen der Chefredakteur des Satiremagazins "Charlie Hebdo". Die evangelische Kirche zeigte sich solidarisch mit den Opfern des Anschlags auf das französische Satiremagazin. Präses Manfred Rekowski, Ökumene-Leiterin Barbara Rudolph sowie die Superintendenten von Köln und Saar-West und die Superintendentin von Solingen trauern mit den Angehörigen und verurteilen die Tat.

Keine Religion rechtfertigt Gewalt

Unter dem Titel "Keine Religion rechtfertigt Gewalt" hat Präses Rekowski den Beitrag in seinem Präsesblog gestellt. Christinnen und Christen verurteilen den Anschlag, stellt der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland klar. Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit seien durch das Attentat angegriffen worden.

Für den Präses ist klar: "Die Attentäter handeln nicht im Namen des Islam." Der Präses macht sich stark für den Dialog der Menschen verschiedener Überzeugungen, Weltanschauungen und Religionen. "Als Christinnen und Christen stehen wir für den Dialog ein - und für die Freiheit der Gesellschaft, in der wir leben."

"Tiefe Erschütterung"

Mit "tiefer Erschütterung" hat die Ökumene-Abteilung die Nachrichten von dem Attentat aufgenommen, schreibt Oberkirchenrätin Barbara Rudolph an die rheinische Partnerkirche, die Unierte Protestantische Kirche Frankreichs. Weiter lässt sie die Glaubensgeschwister in Frankreich wissen: "Mit unseren Gebeten bringen wir die Opfer und die Täter vor Gott und bitten den Gott des Friedens, dass die Saat des Hasses und der Gewalt nicht aufgehen möge, sondern dass sich Respekt, Verständigung, Ausgleich und Dialog zwischen Menschen verschiedenen Glaubens und ohne religiöse Orientierung durchsetzen werden."

Das Bekenntnis zum Gott des Lebens "ist mit Gewalt unvereinbar", schreibt die Theologin weiter.

Grauenhafter Terror

"Es gilt nun zu trauern, Ängste und Sorgen auszusprechen und den Dialog fortzuführen", schreibt Kölns Stadtsuperintendent Rolf Domning in seiner Stellungnahme am Tag des Attentats. Weiter mahnt er in seiner Erklärung trotz allem zu "Besonnenheit in der Beurteilung der Ereignisse in Paris". Und stellt klar: "Nicht der Islam, sondern Terror hat in Paris sein Grauen offenbart." Außerdem formuliert der Theologe: "Das Attentat trifft nicht nur ein Satireblatt." 

Superintendent Christian Weyer:"Es ist entsetzlich, was in Frankreich passiert ist. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer." Weiter schreibt Superintendent Christian Weyer auf seiner Facebookseite: "Meine Empörung richtet sich gegen diesen Versuch, die Freiheit der Meinung zu bekämpfen."

Erschrecken über die symbolische Dimension des Anschlags

Je suis Charlie - "das ist seit vergangenem Mittwoch die französische Übersetzung von ,Die Gedanken sind frei'." So heißt es in der Erklärung des Kirchenkreises Solingen, unterzeichnet von Superintendentin Dr. Ilka Werner. Der terroristische Überfall und die kaltblütige Ermordung von Journalisten und Polizisten erschüttere tief, heißt es weiter in der Erklärung. "Wir erschrecken auch über die symbolische Dimension des Anschlags, über den Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit."

Verurteilungen des Attentats kommen auch von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und von der World Association of Christian Communication (WACC) Europa.

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ekir.de / Anna Neumann / 09.01.2015



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