Christuskirche Köln Am Turm der Christuskirche in Köln entsteht ein Neubau.

Christuskirche in Köln

„Vertraut den neuen Wegen“

Der Turm bleibt, der denkmalgeschützte Kellerraum ebenso. Doch es ändert sich einiges an der Christuskirche in der Kölner Innenstadt. Mit 9,1 Millionen Euro Baukosten entstehen auf 3.400 Quadratmetern nicht nur Kirchenräume, sondern auch Mietobjekte.

„Die Christuskirche soll zu einer modernen Predigtstätte des 21. Jahrhunderts ausgebaut werden, die mit ihrem historischen Kirchturm das Belgische Viertel prägt“, heißt es bei der Evangelischen Gemeinde Köln. Anstelle der jetzigen Hallenkirche entstünden mit dem Neubau an der Christuskirche ein neuer Kirchraum sowie Gemeinderäume, Büros und neuer Wohnraum. Auch ein neuer Gemeindegarten ist geplant. Finanziert werde das Projekt aus Eigenmitteln der Gemeinde und durch Kapitalaufnahme am Markt. Man rechnet ab Mitte September mit etwa 18 Monaten Bauzeit.

Zentrale Orte blieben jedoch selbstverständlich erhalten. Das gelte insbesondere für den denkmalgeschützten Turm. Die Gemeinde nennt ihn „das identifikationsstiftende Bauwerk am Stadtgarten, das schon von der Ferne aus zu sehen ist“.

Fast ganz zerstört im Krieg

Die alte 1894 fertiggestellte Christuskirche wurde während des Zweiten Weltkriegs in der Nacht vom 20. zum 21. April 1944 nahezu vollständig zerstört. Nur der Turm, die dahinter liegende Empore sowie das Souterrain blieben stehen. Nach dem Krieg wurde zunächst eine erste Notkirche errichtet. Die Hallenkirche entstand dann 1951 mit knappen Mitteln als Nachkriegsbau.

Schon bald gab es in der Gemeinde Diskussionen über Konzeption und Neugestaltung der Christuskirche. Der Architekten-Entwurf, der 2008 den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hat, sieht zwei skulptural gestaltete Gebäudeflügel vor, die sich gestenhaft zum Stadtgarten öffnen, gleichzeitig beschützend zum Turm hin neigen und den neu errichteten Kirchraum mit 199 Plätzen umschließen. Im Oktober 2011 beschloss das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Köln, das Umbauprojekt in Eigenverantwortung zu realisieren.

Festtage vom 5. bis 15 September

Man stelle sich mit dem Projekt an der Christuskirche gegen den Trend der Standortreduzierung, heißt es bei der Innenstadtgemeinde. Die Gemeinde kämpfe ausdrücklich für den Erhalt eines gemeindlichen Lebens im Stadtgartenviertel, in dem Glauben, Arbeiten und Wohnen zusammenkommen.

Die Festtage der Christuskirche vom 5. bis 15. September stehen unter dem Motto „Erlebtes erinnern – Neues leben“. In der Zeit wird unter anderem die Ausstellung „Die Christuskirche von 1894 bis 2015“ in der Kirche zu sehen sein. Ein Höhepunkt der Festtage ist der Gottesdienst am Sonntag, 15. September, unter dem Leitvers „Vertraut den neuen Wegen“.

Besondere kulturelle Bedeutung in Köln haben die Kellerräume, in denen seit 34 Jahren Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden. Am Freitag, 13. September, 20 Uhr spielt beim Abschiedskonzert im „Basement“ das "Drago Riter Ensemble“ Sinti- und Romalieder, Jazz und internationale Hits.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 19. August 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 20. August 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / rtm / Foto: Ev. Gemeinde Köln / 20.08.2013



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