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Nikolaus von Kues als der erste Ökumeniker der Gaben

Präses Dr. h. c. Schneider spricht am Donnerstag in St. Wendel

Pressemitteilung Nr. 34/2012

Zum dritten Mal wurde am Donnerstag, 9. Februar, im saarländischen St. Wendel der Cusanustag begangen, zu dem in diesem Jahr Präses Dr. h. c. Nikolaus Schneider sprach. Am Cusanus-Gymnasium in St. Wendel werden an jenem Abend Schüler ausgezeichnet, in erster Linie aber soll an den Namensgeber der Schule Nikolaus von Kues erinnert werden.

In seinem Festvortrag würdigte Präses Schneider die Bedeutung des spätmittelalter-lichen Juristen, Denkers und Kirchenmannes zunächst anhand seines Lebenslaufes und seiner einflussreichen Schriften. Eine erstaunliche Parallele, sagte Schneider, habe er zwischen dem cusanischen Bemühen um Einheit und der gegenwärtigen theologischen Diskussion gefunden. In der Hauptschrift „De docta ignorantia“ argu-mentiere von Kues: Nur dort, wo Menschen in Christus sind, in ihm „subsistieren“, sei Einheit möglich.

Gleichzeitig habe Cusanus einen „für das 15. Jahrhundert erstaunlichen Blick für das Besondere, Einzigartige und Unwiederholbare in der Welt“ gehabt, das ein Werturteil unmöglich mache. „So verstehe ich eine Ökumene der Gaben“, führte Schneider aus, „Die Verschiedenheit ist kein Anlass zu Streit und Auseinandersetzung. Im Ge-genteil: Die unterschiedlichen Besonderheiten in der Welt versteht Cusanus als Reichtum, als Anlass zur Ergänzung und gegenseitiger Erfüllung.“ Er sei sich jedoch auch der Einheit sicher: „Er ist sich seiner Sache gewiss durch Christus, weil der Glaube an ihn darauf setzt, dass auch in der Vielfalt der Konfessionen und Theolo-gien, in all diesen endlichen Widersprüchen, die wir weder verleugnen noch unter-drücken müssen, der eine unbegreifliche Christus am Werk ist. Der Christus, in dem die Christen schon heute verborgen eins sein können und einmal offenbar einig wer-den.“

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 9. Februar 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 9. Februar 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf/St. Wendel / EKiR-Pressestelle / 09.02.2012



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