Wenn das Smartphone zur Quelle belastender Erfahrungen wird: Die Diakonie an der Saar hat eine Broschüre zum Thema Cybermobbing veröffentlicht. Wenn das Smartphone zur Quelle belastender Erfahrungen wird: Die Diakonie an der Saar hat eine Broschüre zum Thema Cyber-Mobbing veröffentlicht.

Diakonisches Werk an der Saar

Was man gegen Cyber-Mobbing tun kann

Beleidigende E-Mails und SMS-Botschaften aufs Handy, Gerüchte und bloßstellende Fotos oder Videos, die im Internet und in sozialen Netzwerken gestreut werden: Cyber-Mobbing hat viele Gesichter. Dem stellt das Diakonische Werk an der Saar nun etwas entgegen.

Cyber-Mobbing ist weiter verbreitet als bislang angenommen. Jede(r) dritte Schülerin oder Schüler ist nach einer im Juli veröffentlichten Studie der Universitäten Münster und Stuttgart-Hohenheim von Cyber-Mobbing betroffen. Dies stellten auch die Mitarbeitenden der Schulsozialarbeit des Diakonischen Werks an der Saar (DWSAAR) in ihrem Arbeitsalltag fest. Sie haben auf die immer vielfältiger, aber auch risikoreicher werdende Mediennutzung von Jugendlichen reagiert und ein Faltblatt zum Thema Cyber-Mobbing erarbeitet. Es enthält Tipps für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte, wie man sich vor Cyber-Mobbing schützen kann und was zu tun ist, wenn man betroffen wird.

So sollte man auf beleidigende E-Mails oder SMS auf keinen Fall antworten, sondern umgehend die Betreiber der Webseite, des sozialen Netzwerks oder den Handyanbieter informieren. Die meisten Anbieter ermöglichen es, Personen zu sperren, die belästigende Botschaften verbreiten. Möglich ist auch, einen neuen Account oder eine neue Handynummer zu beantragen. Jugendliche sollten stets das Gespräch mit Erwachsenen suchen, wenn sie gemobbt werden. Eltern empfiehlt die Broschüre unter anderem, ihren Kindern zu zeigen, wie sie ihre persönlichen Daten im Internet schützen können.

Hilfe zu verantwortungsbewusstem Umgang

„Unsere Schulsozialarbeit will junge Menschen, ihre Eltern und Lehrkräfte dabei unterstützen, einen verantwortungsbewussten, kritischen und kreativen Umgang mit Medien und sozialen Netzwerken zu entwickeln“, sagte Wolfgang Biehl von der Geschäftsführung des DWSAAR bei der Vorstellung der Broschüre. Schulsozialarbeit baue Vertrauen zu den Jugendlichen auf. Das sei Voraussetzung, um ihnen die Risiken der medialen Angebote und die Konsequenzen ihres Handelns im Netz deutlich zu machen und so Cyber-Mobbing wirksam vorzubeugen, so Biehl.

„Die Broschüre ist eine Antwort auf eine Bedarfserhebung der Schulsozialarbeit im Bereich Cyber-Mobbing“, erläuterte Michael Müller-Laduga, der Referent Bildung und Betreuung an Schulen im DWSAAR. Eltern, Schüler und Lehrkräfte seien auf kurze prägnante Informationen angewiesen, um im Fall des Falles schnell handeln zu können. Diese stelle das Faltblatt, das von den Schulsozialarbeitern an den Schulen verteilt wird, zur Verfügung.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 13. August 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 15. August 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / uks / 14.08.2013



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