Militärseelsorge nun auch mobil unterwegs
Auf die Soldatinnen und Soldaten zugehen: Mit dem "mobilen Pfarramt" bietet die Evangelische Militärseelsorge Bonn aktiv Gespräche an.
Anstatt auf sie zu warten, gehen Militärdekan Peter Schmidt und Pfarrhelfer Roland Hoffmann auf die Soldaten zu. Alle 14 Tage besuchen sie während der Mittagszeit zwischen 11 und 13 Uhr ein anderes Haus der 18 Bundeswehr-Liegenschaften allein in Bonn; hinzu kommen Bundeswehreinrichtungen in Siegburg und in St. Augustin. Schmidt und Hoffmann möchten für die Soldaten da sein, die den Weg zum Geistlichen Forum auf der Hardthöhe sonst nicht antreten würden.
Über das neue Projekt sagt Militärdekan Schmidt, Leiter des Evangelischen Pfarramts Bonn: „Unserem Bild von Kirche entspricht es am meisten, aufeinander zuzugehen und sich füreinander zu interessieren." Was die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz erlebt haben, was die Soldatenfamilien beschäftigt oder was man sonst schon immer mal ansprechen wollte, dafür werde es durch das mobile Pfarramt in Zukunft mehr Aufmerksamkeit geben.
Schmidt: „Unsere Zeit ist zu bewegt und von rasantem Wandel geprägt, als dass wir sie ohne Begegnungen verstreichen lassen dürften." Es gelte "den Mut, den Gott uns zum Leben schenkt" weiter zu geben.
Ein knall rotes Sofa, ein Stehtisch und ein Display: Das mobile Pfarramt ist so gut wie unübersehbar. Aber wer mag, erfährt die Termine auch vorab - im Intranet des Bundesverteidigungsministeriums sowie der Homepage des Evangelischen Militärpfarramts.
ekir.de / 09.07.2010
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