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Datenschutz

Datenschutzbeauftragte unterstützt Einrichtungen

Die Juristin Nicola Doll ist die erste örtliche Datenschutzbeauftragte für die landeskirchlichen Ämter, Werke und Einrichtungen. Die neue Stelle nimmt die 36-Jährige mit halber Wochenstundenzahl wahr.

Zum Beispiel die kirchlichen Schulen: Nutzen sie aus Sicherheitsgründen auf dem Schulgelände eine Videoüberwachung, so sind sie verpflichtet, dies datenschutzgerecht hinzubekommen. Wo immer Daten gezogen werden, die Rückschlüsse auf Menschen erlauben, müssen die Persönlichkeitsrechte gewahrt werden. Würde die Kamera auch jenseits des Schulzauns im öffentlichen Raum Aufnahmen machen, wäre das problematisch.

Grundlage von Nicola Dolls Arbeit sind das Datenschutzgesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und die rheinische Durchführungsverordnung hierzu. Diese Normen zum Schutz der Persönlichkeitsrechte aller Menschen richten sich gegen Datennutzung ohne gesetzliche Ermächtigung oder Einverständnis innerhalb der evangelischen Kirche. Sie betreffen die Erhebung, Speicherung und Nutzung von Daten.

Ein zweites Beispiel: Eine Schule verbreitet die Information, acht junge Menschen hätten ihr Abitur mit 1,0 bestanden. Nicola Doll gibt sozusagen eine datenschutzrechtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung: „Das ist nicht zu einer einzelnen Person rückverfolgbar.“ Wären dagegen Namen genannt worden, sähe das anders aus.

Service und Anleitung

Stichwort „Bescheinigung“: Die örtliche Datenschutzbeauftragte versteht sich keinesfalls als Kontrolleurin. Vielmehr gebe sie Hilfestellung und Anleitung zur Einhaltung des Datenschutzrechts, betont Nicola Doll. Am Beispiel der Videoüberwachung: Welche Aufnahmen sind erlaubt? Wie lange dürfen die Aufnahmen aufbewahrt werden? Wie erfolgt die Löschung der Aufnahmen? Ist sie technisch sichergestellt? In diesen Fragen berät sie, ist wie eine Servicestelle Ansprechpartnerin für die Einrichtungen.

Die Volljuristin hat in Bochum studiert. Bevor sie örtliche Datenschutzbeauftragte wurde, arbeitete sie als Prozessvertreterin für Jobcenter. Die verheiratete Mutter von zwei Mädchen, fünf und fast zwei Jahre alt, freut sich, nun für die Kirche zu arbeiten. In ihrer Kirchengemeinde engagiert sie sich ehrenamtlich, organisiert zusammen mit anderen Müttern „Mini-Gottesdienste“ für Kinder bis sechs Jahren. Damit sie erfahren, in der Kirche „nicht nur stillzusitzen, sondern mitzumachen“.

Kontakt: nicola.doll@ekir-lka.de, Telefon 0211 / 45 62 - 409

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 25. Juni 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 26. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 26.06.2013



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