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Was motiviert religiöse Menschen zu Gewalt? Das ist ein Aspekt dem das neue debatte-Heft nachspürt. Was motiviert religiöse Menschen zu Gewalt? Das ist ein Aspekt dem das neue debatte-Heft nachspürt.

"debatte" -Themenheft

Religion - Friedensmacht mit Gewaltpotenzial

„Religion und Gewalt“ ist das Thema des neuen „debatte“-Hefts der rheinischen Kirche. Im Mittelpunkt steht der Widerspruch zwischen der friedlichen Botschaft von Religionen und ihrer oft gewaltvollen Geschichte. Grundsätze, Schriften und Absolutheitsansprüche kommen dabei auf den Prüfstand  – mit spannenden Erkenntnissen.

Das neue debatte-Heft zu Das neue debatte-Heft zu "Religion und Gewalt".

Das Magazin unter dem Titel „Und willst du nicht mein Bruder sein…“ beschäftigt sich auf rund 60 Seiten und in drei Kapiteln mit den Zusammenhängen  von Religion und Gewalt. Experten und Betroffene analysieren die  Ursachen für religiös motivierte Gewalt aus verschiedenen Blickwinkeln. Dazus gibt viele Beispiele von Menschen, die Gewalt entgegenwirken und die sich dafür einsetzen, dass sich die friedensstiftende Dimension von Religion entfalten kann.

Im ersten Kapitel „Religion und Gewalt“ erklären zum Beispiel ein Sozialwissenschaftler und eine Indologin, was Fundamentalisten zu Intoleranz und Mord verleitet. Eine Reportage spürt den Gründen nach, die mehr als 800 junge deutsche Islamisten dazu bewegt, in Syrien und im Irak zu kämpfen. Der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide erläutert den komplexen Begriff des „Dschihad“ und fordert eine innerislamische Debatte. Der Archäologe und Theologe Dieter Vieweger beantwortet unter dem Stichwort „Brennpunkt Tempelberg“ Fragen zu den Konflikten zwischen Christen, Juden und Muslimen am religiösen Zentrum Jerusalems.

Fundamentalistische Bedrohungen verstehen und überwinden

Im Kapitel „Christentum und Gewalt“ berichten Sektenaussteiger und ehemalige Fundamentalisten über ihre Erfahrungen. Eine Literaturwissenschaftlerin erzählt von ihren Forschungsergebnissen zum Thema Gewalt in Kirchenliedern. Die rheinische Oberkirchenrätin Barbara Rudolph  diskutiert mit dem Theologen Ulrich Parzany über Homosexualität, Mission und Gebote. Und der Luther-Biograf Heinz Schilling erläutert, warum der Fanatismus des Reformators hilft, die fundamentalistischen Bedrohungen der Gegenwart besser zu verstehen.

Im dritten und letzten Kapitel „Überwindung religiöser Gewalt“ geht es um Religion als Friedensmacht. Ein Muslim und ein Sikh diskutieren die Gewalt- und Friedenspotenziale ihrer Religionen. Eine Reportage begleitet Christinnen und Christen, die seit Jahrzehnten unermüdlich gegen die Lagerung von Atomwaffen im Fliegerhorst Büchel protestieren. Weitere Beträge beschäftigen sich damit, wie  nach einer alten jüdischen Lehre die Welt verbessert werden kann und ob die Ringparabel aus Lessings Theaterstück „Nathan der Weise“ auch heute noch als Inbegriff religiöser Toleranz  gilt.

Im debatte-Themenheft werden viele Aspekte von Religion und Gewalt beleuchtet. Wer sich gerne darüber austauschen oder diskutieren möchte, hat dazu auf der dazugehörigen Internetseite www.debatte.ekir.de die Gelegenheit.

„debatte“ ist ein Magazin der Evangelischen Kirche im Rheinland für Menschen, die mitreden möchten bei brisanten Themen aus Politik und Gesellschaft. Das Heft bietet anspruchsvolle Reportagen, Interviews und Kommentare. Zu jeder Ausgabe legen Experten ihre Sicht der Dinge dar, zudem kommen Betroffene mit ihrem ganz persönlichen Blick zu Wort. Das aktuelle Heft zumThema "Religion und Gewalt" sowie vorherige Ausgaben können kostenlos im Lansdeskirchenamt bestellt werden. Kontakt: Angela Irsen, Telefon 0211 4562-340, E-Mail: angela.irsen@ekir-lka.de.

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ekir.de / cs, Foto: epd-Bild/Daniel Peter / 23.05.2017



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