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Auch in Workshops berieten die Jugenddelegierten über Friedensfragen. Claudio Gnypek (l.), Claire Brown und Jan Kock berichten von ihrer Friedens-Reise mit der UCC-Partnerkirche in den Vereinigten Staaten.

Delegiertenkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland

Fragen und Antworten zum Thema Friede

Frieden war das Schwerpunktthema der Delegiertenkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland am letzten September-Wochenende. Rund 80 Delegierte berieten zwei Tage in der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen. zum Schwerpunktthema „Frieden“.

Anlässlich der Ausstellung „Frieden geht anders – aber wie“ mit Beispielen gewaltfreier Konfliktlösungen in der Weltpolitik stellten sich die Delegierten Fragen: Wie sollte heute angesichts der so verfahrenen Situationen beispielsweise in Syrien, Irak, Afghanistan Frieden gelingen? Sind derzeit tatsächlich nur wenige Jugendliche bereit zu Engagement für den Frieden? Oder ist Friedensengagement heute nur unsichtbarer als die großen Aktionen der achtziger-Jahre, weil sich viel in Statements in den sozialen Netzwerken abspielt?

Wo hört in der Jugendarbeit „der Spaß“ auf, welche verdeckten Kriegsspiele spielen evangelische Jugendliche nicht mit Gruppen – problematisch angesichts der Tatsache, dass sie ohne Gruppe oder in einer anderen Gruppe diese Spiele unter Umständen erst recht und ohne Auseinandersetzung darüber spielen? Gibt es nicht auch in den Gruppen der Evangelischen Jugend im Rheinland verdeckten Rassismus? Wie wird damit umgegangen?

Gewaltlosigkeit ist cool

Es gab Antworten, zum Beispiel: in den sozialen Netzwerken mit klaren Positionen reagieren, auch gegen Rassismus. Aus den sozialen Netzwerken heraus wirken in die Realität. Den Spieß umdrehen: Nicht Gewalt, sondern Gewaltlosigkeit ist obercool. Neben geduldiger Aufklärung zum Beispiel gegenüber rassistischen Haltungen sind Zugänge zu schaffen – für alle jungen Menschen, egal woher sie kommen und wie sie denken.

Deutlich wurde: So verstandene Toleranz muss gelebt werden, nicht behauptet. Neben entsprechendem Umgang miteinander in den eigenen Reihen sind dazu gemeinsame Erlebnisse wichtig. Außerdem müssen dann auch Offene Türen offen für jeden sein.

Besuch in den USA

Jugendliche berichteten von ihrem Besuch im Sommer bei einem „Partners in Peace“-Projekt der Partnerkirche United Church of Christ (UCC) in den USA. Die Evangelische Jugend im Rheinland würde gerne eine internationale Jugenddelegation zum Rückbesuch nach Deutschland holen.

Ein weiteres Thema war die Beschäftigung mit einer Arbeitshilfe „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“, die Pfarrer Dr. Dirk Siedler aus Düren vorstellte. Einhellig war die Meinung: Erst mal müssen wir mit Musliminnen und Muslimen überhaupt guten Kontakt, gemeinsame Gespräche, Erlebnisse und Feiern haben, dann werden theologische Fragen interessant.

Projekte für 2017 besprochen

Schließlich wurden gemeinsame Projekte abgestimmt wie die „Rheinischen Dörfer“ zum Kirchentag 2017 und die „Lutherstaffel“ und der „Wortanschlag“ zum Reformationsjubiläum 2017.

Die Delegiertenkonferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium der Evangelischen Jugend im Rheinland, (EJiR), dem Jugendverband, dem alle Kinder und Jugendlichen ab sechs Jahren angehören, die auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland in Gemeinden, Jugendhäusern und Verbänden aktiv sind.

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ekir.de / vis / 26.09.2016



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