Denkmalförderung in NRW

Bedauern über Umstellung auf Darlehen

Das nordrhein-westfälische Bauministerium stellt zum 1. Oktober die Denkmalförderung um – von Zuschüssen auf Darlehen. Den weitgehenden Wegfall der Fördermittel bedauert die rheinische Landeskirchenrätin Gudrun Gotthardt.

Die stellvertretende Leiterin der Abteilung „Finanzen und Vermögen" im Landeskirchenamt hatte sich in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Vertretern der Bistümer und der anderen beiden evangelischen Landeskirchen in NRW für den Erhalt der Denkmalpflegemittel eingesetzt. Auch eine Petition gegen die Streichung der Mittel für die Denkmalpflege der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V., von der Abteilung Recht und Politik im Landeskirchenamt den Presbyterien und Kirchenkreisen anempfohlen, ist damit nun Geschichte.

Landeskirchenrätin Gotthardt, die das Dezernat Bauen und Liegenschaften leitet, weist noch einmal darauf hin, dass eine Förderung über Darlehen Kirchengemeinden grundsätzlich nicht hilft und die Förderung von wenigen Großkirchen keinesfalls das Problem der zahlreichen unter Schutz stehenden und sanierungsbedürftigen Kirchen löst.

Sie setzt nun darauf, dass wenigstens Verabredungen mit dem Ministerium etwa bezüglich Anforderungen an Standards bei den denkmalpflegerischen Maßnahmen Linderung bieten. Denn, wie sie bereits im vergangenen Dezember beim Jahrespresseabend gesagt hatte: Viele Gemeinden tragen schwer an der Last der historischen Kirchen - etwa die Hälfte der rheinischen Kirchen ist denkmalgeschützt. "Der Erhalt kirchlicher Denkmäler muss aber gemeinsame Aufgabe von Kirche und Staat bleiben."

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / neu / 17.07.2013



© 2016, Evangelische Kirche im Rheinland – EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung