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Turm der Christuskirche in Düren - die Kirche ist Tagungsort und zugleich Beispiel einer Nachkriegskirche. Turm der Christuskirche in Düren - die Kirche ist Tagungsort und zugleich Beispiel einer Nachkriegskirche.

Denkmalpflege

Große Dichte an Gebäuden wird Gemeinden oft zur Last

"Zwischen Stolz und Vorurteil: Nachkriegskirchen im Rheinland" sind das Thema des vierten "Rheinischen Tags für Denkmalpflege" am Sonntag, 10. Mai, in Düren. Für die Evangelische Kirche im Rheinland nimmt Landeskirchenrätin Gudrun Gotthardt daran teil.

Die Architektin und stellvertretende Abteilungsleiterin sagt: "In den Nachkriegsjahren, insbesondere aber in den 1960er und 1970er Jahren sind in der EKiR zahlreiche Kirchenbauten entstanden. Der Schwerpunkt lag bei multifunktionalen Gemeindezentren, die bei der Entwicklung von Neubaugebieten fast immer gleich mit eingeplant wurden, um eine ortsnahe Versorgung sicher zu stellen."

Diese große Dichte an kirchlichen Gebäuden werde Gemeinden heute oft zur Last. Gotthardt: "Und so sind es die manchmal eher gesichtslosen und wenig sakral wirkenden Zentren, bei denen zuerst an eine Aufgabe gedacht wird."

Zugleich stellt die Verantwortliche für Bauberatung klar: "Es entstanden in dieser Zeit aber auch sehr qualitätvolle Kirchenräume, deren Akzeptanz manchmal aufgrund ihrer Materialität - Stichwort: Sichtbeton - und ihrer sachlichen Formensprache in den Gemeinden erst erwachsen muss. Leider erfordern diese Kirchen heute einen hohen Instandhaltungsaufwand, der von den Gemeinden kaum geschultert werden kann und oft sind die Räume für heutige Gottesdienstbesucherzahlen viel zu groß geworden." Dies habe zur Folge, dass auch diese Kirchen in den Fokus geraten, wenn nicht mehr alle Gebäude gehalten werden können.

Die bedeutenden Kirchengebäude der Zeit identifizieren

Die Konsequenz: "Es ist daher wichtig, die wirklich bedeutenden Kirchengebäude aus dieser Zeit zu identifizieren und dann gemeinsam für deren Erhalt zu wirken." Aufgrund der immer geringer werdenden finanziellen Möglichkeiten der Gemeinden und der nicht mehr zur Verfügung stehenden Denkmalförderung könne dies allerdings nur für einen sehr ausgewählten kleinen Anteil der Kirchengebäude eine Unterschutzstellung als Denkmal zur Folge haben.

Beim Denkmalpflegetag wird Landeskirchenrätin Gotthardt auf dem Podium mit diskutieren, Titel: "Große Vergangenheit, ungewisse Zukunft: Moderne Kirchen im Umbruch".

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ekir.de / neu / Foto: commons.wikimedia.org / 14.04.2015



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