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Eines von vielen Beispielen des Christlich-islamischen Gesprächskreises Düren: Veranstaltung von Christen, Muslimen, Juden und Buddhisten zum Thema Beitrag der Religionen zum Frieden, 2006. Eines von vielen Beispielen des Christlich-islamischen Gesprächskreises Düren: Veranstaltung von Christen, Muslimen, Juden und Buddhisten zum Thema Beitrag der Religionen zum Frieden, 2006.

Düren

Wie sich Christen und Muslime durch Begegnung und Dialog verständigen

Am Anfang werden eine Koranrezitation und eine Bibellesung stehen, geleitet von einem Imam und einem Pfarrer. So beginnt der Studientag anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Christlich-islamischen Gesprächskreises in Düren. 

Thema des Studientags zum Jubiläum ist dann „Der ,arabische Frühling‘ und seine Folgen für den christlich-islamischen Dialog in Deutschland“. Der Termin: 17. Mai, 10 bis 17 Uhr, im Haus der Evangelischen Gemeinde Düren. Der erste Vortrag kommt dann von dem Journalisten Andreas Zumach (Genf), der über den „arabischen Frühling“ unter der Frage „Vorbote einer neuen Weltordnung?“ sprechen wird. Am Nachmittag ist der Christlich-islamische Gesprächskreis selbst das Thema, diskutiert wird u.a. über Ausblicke auf seiner Arbeit, außerdem geht es grundsätzlich um die künftige Dialogarbeit.

Es war genau am 18. April 1994: An jenem Tag trafen sich erstmals Interessierte, um einen christlich-islamischen Gesprächskreis zu gründen. Mit dabei: Menschen aus der evangelischen Gemeinde sowie katholischen und muslimischen Gemeinden in Düren. In der Folge traf sich der Kreis im Haus der Stadt, im katholischen Pfarrheim St. Marien, in Moscheen.

Vorurteile abgebaut

Anfangs ging es vor allem darum, „Grundinformationen über eine (immer) noch fremde Religion“ zu bekommen, heißt es im Rückblick von Pfarrer Dr. Dirk Chr. Siedler im Dürener Gemeindebrief. Referate, Gastvorträge, Filmvorführungen, persönliche Gespräche, Diskussionen. Siedler: „Viele Vorurteile wurden abgebaut.“

In den beiden Jahrzehnten sei ein „partnerschaftliches Miteinander und ein großes gegenseitiges Vertrauen“ zwischen Christen und Muslimen gewachsen. Das Vertrauen überstand auch den Schock der Terroranschläge am 11. September 2001. Während andernorts nach 9/11 die Diskussionen vorurteilsbeladener wurden, blieb der Gesprächskreis beim gemeinsamen Anliegen der Verständigung. Auch das hat der Gesprächskreis auf den Weg gebracht: Kunstprojekte, mehrere Interreligiöse Bittgebete  - zuletzt für den Frieden in Syrien und Ägypten -, zwei Studienfahrten. Und nun der Studientag. 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 15. April 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 16. April 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 16.04.2014



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