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Die neue Trauerhalle des Evangelischen Friedhofs Düren. Die neue Trauerhalle des Evangelischen Friedhofs Düren, die Emmaus-Kapelle.

Evangelische Gemeinde zu Düren

Weg der Trauer, Weg zum Leben

Aufstrebend, harmonisch, ausgeglichen. So lässt sich die neue Trauerhalle des Evangelischen Friedhofs Düren beschreiben. Und auch so: schlicht, reduziert, einfach und zurückgeworfen auf das Wesentliche. Diese Worte fand Pfarrer Dirk Chr. Siedler bei der Eröffnung der Trauerhalle, die Emmaus-Kapelle heißt.

Der Name "Emmaus" steht auch für den Weg von der Trauer zurück ins Leben. Der Name "Emmaus" steht auch für den Weg von der Trauer zurück ins Leben.

Der Theologe erinnerte im Gottesdienst zur Eröffnung der Trauerhalle und des neuen "Columbariums" an den Satz vieler Sterbender und Trauernder, dass ihnen in der Konfrontation mit Sterben und Tod deutliche wurde, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Emmaus-Kapelle gebe "Raum, der Raum lässt" - für Gefühle, Trauer, Lebenskräfte, Gottes Kräfte und Gottes Lebensgeist. In diesem Sinne werde die Trauerhalle nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch des Lebens sein.

Im Blick auf die Geschichte von den Emmaus-Jüngern, also den Namensgebern für die neue Trauerhalle, erinnerte Siedler daran, dass die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus "taten, was in schweren Momenten gut tut: Sie erzählten sich ,von allen diesen Geschichten'", von ihrer Zeit mit Jesus, seinen Worten, seinen Taten. Der Weg von Jerusalem nach Emmaus sei ein Trauerweg gewesen, der wieder zum Weg zum Leben wurde. Emmaus - "die Umkehr von der Trauer ins Leben".

Auch das Kolumbarium ist neu auf dem Evangelischen Friedhof Düren. Auch das Kolumbarium ist neu auf dem Evangelischen Friedhof Düren.

Zusätzlich zur neuen Trauerhalle hat die Evangelische Gemeinde zu Düren auf ihrem Friedhof auch ein Kolumbarium errichtet, eine Urnenwand. Dieser Tage gibt es mehrere Veranstaltungen zur Eröffnung, darunter ein Gespräch mit den Architekten Wolfgang Zelck und Wolfgang Meisenheimer unter dem Motto "Grüner Kubus - eine Trauerhalle für Düren".

"Ich mag alte Friedhöfe." Das betonte die stellvertretende Presbyteriumsvorsitzende Ute Hoffmann, im ersten Teil der Doppelpredigt beim Gottesdienst zur Eröffnung von Kapelle und Kolumbarium. Wenn sie über den alten evangelischen Friedhof gehe, spüre sie die "lange Generationenkette", zu der sie gehört. "Alle unsere Vorfahren hatte ähnliche Nöte, Ängste, Freuden und Hoffnungen wie wir jetzt Lebenden. Das stimmt mich zuversichtlich für mein eigenes Leben und für das Leben meiner Kinder und Enkel."

Gefühle unendlicher Hilflosigkeit und Gottverlassenheit: Friedhöfe seien "gute Orte, auch wenn die Wege, die wir dort gehen, oft sehr schwer sind", so Ute Hoffmann. Trauer und Erinnerungen eröffneten aber auch den Weg heraus aus der Gottverlassenheit.

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ekir.de / egd, neu / 04.04.2016



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