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Kreiskirchentag in Duisburg Kreiskirchentag in Duisburg

Kreiskirchentag Duisburg

Wenn gute Worte von oben kommen

Drei Mal hatte es geregnet. Nun das Gegenteil: Anders als bei den drei bisherigen Kreiskirchentagen der evangelischen Kirche in Duisburg drängten diesmal Sonnenstrahlen den ganzen Tag durch die hellen Wolken und legten sich auf Zelte und Bühne in der Fußgängerzone vor dem Amtsgericht.

Vom Himmel fielen zum Beginn des Festes mit einem Bibelspruch bedruckte Papierstreifen herab. Auf ihnen stand: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“. Eine Konfettimaschine beförderte die Zettelchen während des Gottesdienstes mit Druckluft in die Höhe, die Besucherinnen und Besucher nahmen die von oben kommenden Worte mit.

Das passte, denn der Gottesdienst spielte mit dem Motto des Kreiskirchentages „Alles Gute kommt von oben“ und ergänzte es um den Untertitel: „Gottes befreiendes Wort“. Erzählt, gesungen und gespielt wurde von der Hoffnung für die Menschen, für die Welt und davon, dass Gottes befreiendes Wort von oben kommt.

Begrüßt wurden die Kirchentagsbesucher von Superintendent Armin Schneider und von Oberbürgermeister Sören Link, Schirmherr der Duisburger Feiern des Reformationsjubiläums. Schneider betonte, dass es nicht um irgendein beliebiges Wort gehe, sondern „um das lebensschaffende, befreiende Wort Gottes“. Er mahnte: „Das können wir uns nicht selbst sagen. Sondern das wird uns zugesprochen: ob von oben oder von unten, manchmal spricht er uns auch von der Seite an. Aber er spricht uns an. Und davon leben wir.“

Um das Wort Gottes sei es auch den Reformatoren gegangen. Mit dem diesjährigen Jubiläum 500 Jahre Reformation, so Schneider, „feiern wir auch, dass die Reformatoren den Zugang zum befreienden Wort Gottes für jede Frau und jedermann möglich gemacht haben“.

Acht Themenzelte

Hunderte Besucherinnen und Besucher wuselten zwischen den acht Themenzelten, den Mitmachaktionen und der 10-Meter-Bühne mit ihrem Programm hin und her. Dabei kamen auch Menschen aus den Gemeinden, Diensten und Einrichtungen der evangelischen Kirche und Diakonie miteinander ins Gespräch. 

Das größte Zelt war dem Thema Reformation vorbehalten. Am Eingang stand ein massives Holztor, es bot Platz für Thesen und Wünsche. Sie füllten sich bis zum späten Nachmittag fast vollständig. „Gelebte Ökumene ist erfolgreiche Reformation“, stand beispielsweise auf einer Thesenkarte.

Im Zelt drinnen gab es u.a. eine Erzählwerkstatt, in der Gedanken über Kirche und Reformation ausgesprochen wurden und Luthers Frau Katharina von Bora in einer Talkshow von ihrem Leben mit dem Reformator berichtete, ein Quiz zum Wissen über die Reformation, und beispielsweise die Möglichkeiten, selbst Radierungen zu erstellen.

"Duisburger Bibel" vollendet

Fleißige schrieben die letzten freien Stellen der Duisburger Bibel ab. Diese Blätter werden mit den Abschriften von Schülerinnen und Schülern aus mehr als fünfzig Schulen sowie weiteren handschriftlichen Kopien aus Gemeinden und öffentlichen Schreibstellen in mehrere Bände gebunden. Das 10.000-Seiten-Werk soll am Reformationstag im Festgottesdienst in der Mercatorhalle vorgestellt werden.   

Zum Mitmachen luden verschiedene Zelte zu verschiedenen Themen ein, eines beispielsweise zum Thema „Spiritualität“, eines zum Thema „Diakonie gestaltet Teilhabe“: Hier machte u.a. ein Koffer deutlich, was und wie wenig ein Flüchtling mit auf den Weg nehmen kann.

Chor und Tanzgruppe der Church of Apostles Revelation Society aus Ghana/Togo traten auf, außerdem eine Delegation von den Philippinen sang und tanzte. Der Kreiskirchentag endete mit einem Konzert des Gospelsängers Reginald Jennings.

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ekir.de / kirche-duisburg.de / 11.07.2017



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