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Eberhard Löschke Dr. Eberhard Löschcke war länger als 15 Jahre Ökumenepfarrer. Zum 1. Mai geht er in den Ruhestand.

Gemeindedienst für Mission und Ökumene Bergisches Land

"Dem Leben aller dienen"

Sieben Kirchenkreise hat er in ihrer ökumenischen Arbeit unterstützt: Düsseldorf, Düsseldorf-Mettmann, Lennep, Leverkusen, Niederberg, Solingen und Wuppertal. Zum 1. Mai nun geht Dr. Eberhard Löschcke, Pfarrer im Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) Bergisches Land, in den Ruhestand.

Der Theologe unterstützte und beriet die Kirchenkreise und ihre Gemeinden bei ihren insgesamt elf Partnerschaften mit Kirchen in aller Welt. Beispiel Kirchenkreis Solingen: Hier gehörte Löschcke zur Delegation, die 2003 auf der indonesischen Insel Sumatra die Partnerschaft mit dem protestantischen Kirchenkreis Medan auf neue Grundlagen gestellt und die Partnerschaftsvereinbarung maßgeblich mitentwickelt hat.

Zuletzt hatte Löschcke im Oktober 2015 im Vorfeld der Pariser Klimakonferenz den Ökumenischen Klimapilgerweg mit vorbereitet und die Veranstaltungen auf dem Pilgerabschnitt zwischen Wuppertal und Leverkusen koordiniert. Auch die "Ökumenische Visite" in der Evangelischen Kirche im Rheinland hat Eberhard Löschcke maßgeblich mit betreut.

Einkauf und Geldanlage als theologische Herausforderung

Weitere wichtige Themen, die Löschcke in den zurückliegenden mehr als 15 Jahren als bergischer Ökumenepfarrer vorangebracht hat, waren die Solidarität für Menschen mit HIV und Aids in den besonders schwer betroffenen Ländern Afrikas, aber auch in Deutschland, der Einsatz evangelischer Gemeinden für Frieden und Gerechtigkeit in aller Welt und das Engagement für nachhaltiges Wirtschaften, zu dem auch der Einsatz für mehr Gerechtigkeit in den Wirtschaftsbeziehungen zu den armen Ländern des Südens gehört.

Dabei hat Eberhard Löschcke immer wieder dafür geworben, auch das eigene wirtschaftliche Verhalten bei Einkauf oder Geldanlage als eine theologische Herausforderung zu verstehen. In einem globalen Wirtschaftssystem, das Macht, Geld und Eigentum über alles stelle, so Löschcke, seien auch Christen und Kirchen schuldhaft verstrickt. Das zu erkennen und zu bekennen, sei auch die dringende Aufforderung, die von Christen und Gemeinden vor allem aus den armen Ländern immer wieder an die Kirchen des reichen Nordens gestellt würden.

Löschcke: „Nur wenn wir uns als Christinnen und Christen in den reichen Ländern dieser Frage ernsthaft stellen, können wir die nötige Kraft gewinnen, um nach Auswegen zu suchen und im Vertrauen auf die Kraft Gottes für eine Wirtschaft zu streiten, die nicht den Interessen weniger auf Kosten vieler, sondern dem Leben aller dient.“

Nachfolger von Pfarrer Dr. Eberhard Löschcke wird zum 1. Mai Pfarrer Mathias Schmid. Er war bisher Gemeindepfarrer in Rheinland-Pfalz, hat unter anderem im afrikanischen Malawi studiert und war bereits in verschiedenen Zusammenhängen in der ökumenischen Arbeit aktiv.

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ekir.de / tf, neu / Foto: Evangelische Kirche Solingen / 28.04.2016



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