European Christian Internet Conference (ECIC)

Andacht, Seelsorge und Lernen am Bildschirm

Kirchliche Webmaster aus Europa trafen sich zur 10. European Christian Internet Conference in Rom. Erfahrungsaustausch und die Planung gemeinsamer Projekte standen für die Internetbeauftragten aus zwölf europäischen Ländern im Vordergrund

Die Konfenrenzmitglieder treffen sich im Vatikan mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für Soziale Kommunikationsmittel, Erzbischof John P. Foley Die Konfenrenzmitglieder treffen sich im Vatikan mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für Soziale Kommunikationsmittel, Erzbischof John P. Foley

Zum zehnten Mal trafen sich Webmaster aus  Ost- und Westeuropa zu gemeinsamen Beratungen und Erfahrungsaustausch. Vom ersten, noch informellen Treffen in Frankfurt am Main auf Einladung des Gemeinschaftswerkes Evangelischer Publizistik bis zum diesjährigen Treffen in Rom auf Einladung der Vereinigung der katholischen Webmaster Italiens hat die ECIC einen weiten Weg zurückgelegt.

Erzbischof John P. Foley, Präsident des Päpstlichen Rates für Soziale Kommunikationsmittel, zeigte sich von der Vielfalt kirchlicher Internet-Arbeit beeindruckt. Schwester Judith Zoebelein FSE, verantwortlich für die Website des Vatikans, ergänzt: "Gemessen am Alter der Kirche ist das Internet ein neues Medium, aber wir haben frühzeitg erkannt, dass Computer keine vorübergehende Erscheinung sind, sondern in die kirchliche Informationsstruktur eingebunden werden müssen."

 

 

Zwei Online-Gemeinden präsentiert

Erstmalig wurden zwei Online-Gemeinden auf der Konferenz vorgestellt, die sich als offizielle Gemeinden ihrer Kirche verstehen. www.i-church.org ist eine Online-Gemeinde des anglikanischen Bistums Oxford. I-Church ist als Kommunität aufgebaut und wendet die benediktinischen Mönchsregeln für den Aufbau der Gemeinde an.

Gegenüber der im Internet häufig vorkommenden Unverbindlichkeit setzt I-Church darauf, dass Gemeindemitglieder verbindlich miteinander ihr Leben teilen und sich in ihrem Umfeld sozial engagieren. Die Website ist einfach gehalten, der Austausch der Gemeindeglieder erfolgt über Email und Foren.

Die Cyber-Gemeinde der dänisch-lutherischen Volkskirche ist unter http://www.cyberkirken.dk/ abrufbar. Die dänische Online-Gemeinde setzt auf modernste Technik. Über Webcam und Mikrofon kann man mit Webpastorinen und -pastoren Verbindung aufnehmen, die zeitweise in der Cyberchurch Dienst tun, sonst aber in ganz normalen Kirchengemeinden arbeiten.

Die Technik ermöglicht der dänischen Online-Gemeinde, allen Gemeindegliedern ein virtuelles Gemeindehaus zur Verfügung zu stellen. In dem Haus gibt es verschiedene Gruppen, die sich zu bestimmten Zeiten treffen.

 

 

Austausch über Erfahrungen und Entwicklungen

Auf der Konferenz nahmen auch der Austausch über E-Learning-Aktivitäten und Möglichenkeiten der Online-Seelsorge einen breiten Raum ein. Wichtig war den Webmastern der Austausch untereinander, damit man von Erfahrungen und Entwicklungen aus anderen Ländern lernen und Inhalte übernehmen kann.

Die Konferenz fand erstmalig in einem südeuropäischen Land statt, so dass der Vertreter aus Island die weiteste Anreise hatte.

 

rei /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 11. Juli 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 18. Juli 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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