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Presbyterium Was geben wir aus? Wen stellen wir ein? Wer sich in der Gemeindeleitung engagiert, trägt Verantwortung. Zurüstung gibt es beim Presbyterinnen- und Presbytertag.

Presbyterinnen und Presbyter

Ein Tag der Stärkung

Ehrenamtliche in der Gemeindeleitung tragen Verantwortung für Finanzen, für Personal und theologische Inhalte. Für sie gibt es am 25. März den „4. Tag rheinischer Presbyterinnen und Presbyter“ in Hilden – mit 40 Workshops zu Information und Austausch und fürs spirituelle Auftanken.

Während ihrer Freizeit denken sie über die Statik des Gemeindezentrums nach, sie erwägen das Kinderabendmahl und führen Bewerbungsgespräche mit potentiellen Jugendmitarbeitenden: Es sind derzeit mehr als 7000 Presbyterinnen und Presbyter, die ehrenamtlich in der Leitung der 704 rheinischen Kirchengemeinden wichtige Entscheidungen treffen.

„Für eine verantwortungsvolle Aufgabe sollte man sich gut stärken“, sagt Nicole Ganss, landeskirchliche Referentin für Mitarbeitende im gemeindepädagogischen Dienst in Düsseldorf. Zur spirituellen Stärkung, zum Austausch und dem gemeinsamen Lernen und Planen lädt die rheinische Kirche daher die Mitarbeitenden der Gemeindeleitungen am 25. März 2017 nach Hilden zum „4. Tag rheinischer Presbyterinnen und Presbyter“ ein.

Die Veranstaltung im Evangelischen Schulzentrum Hilden steht unter dem Motto „Ihr seid der Hoffnung Gesicht“ und bietet insgesamt 40 Workshops zu acht Themenbereichen. Deren Bogen spannt sich von „Glauben mit allen Sinnen“ über „Finanzen & Co.“ bis zu „Wir in der Welt – die Welt bei uns“. Zwischen 9 und 17 Uhr gibt es unter anderem Informationen über Strategien des Führens und Leitens, Konzepte für eine Kirche von morgen, Bibelarbeit oder Meditation. Gemeinsam wird gesungen, gekocht und gebetet.

Ideen gegen leere Kirchen und Kassen

„Wie können wir Menschen in die Gottesdienst locken?“, „Wie gehen wir mit Konflikten im Presbyterium um?“ und „Was klingt in mir, wenn ich von Gott höre?“ – es sind diese und noch viele Fragen mehr, über die die Presbyterinnen und Presbyter in Hilden nachdenken werden. Als Referentinnen und Referenten stehen ihnen dabei Fachleute zur Seite – darunter Pfarrerinnen und Pfarrer, eine Kommunikationswissenschaftlerin und ein Wirtschaftsmediator, ein Diplom-Psychologe, eine Diakoniewissenschaftlerin oder eine Jugendbildungsreferentin.

Ob Übungen zur meditativen Wahrnehmung, ein Kabarett zu Luther, ein Kochkurs für Männer oder ein Erfahrungsaustausch für Presbyterinnen und Presbyter im Alter unter 27 Jahren: „Die Inhalte der Workshops sind vielfältig – wahrscheinlich fällt es da schwer, sich bei der Anmeldung für zwei von ihnen zu entscheiden“, meint Mitorganisatorin Nicole Ganss. Die Vielfalt der Themen spiegele eben die große Bandbreite der Aufgaben eines Presbyteriums wieder – und das beschäftige sich mit Kinderschutz, Inklusion und Social Media ebenso wie mit Fundraising und Buchhaltung.

Austausch – auch mit der Polizei

Das Amt im Presbyterium habe sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte verändert, stellt Nicole Ganss fest: „Die Aufgaben werden mehr, und die Schultern weniger, auf denen sie verteilt werden.“ Und das in einer Gesellschaft, die sich zunehmend verändere, deren Strukturen komplexer und deren Rollenbilder im Wandel seien: „Noch nie gab es in unserem Land so eine große, gelebte Vielfalt von Lebensformen und kulturellen, religiösen, politischen Angeboten. Gleichzeitig steigen jedoch Hass und Gewaltbereitschaft.“

Beim Presbyterinnen- und Presbytertag in Hilden wird Dietrich Bredt-Dehnen, Landespolizeipfarrer der rheinischen Kirche, seine Erfahrungen mit den Ehrenamtlichen teilen. Bei einem Workshop berichtet er, wie Polizeibeamte mit dem permanenten Druck umgehen und denkt mit den Teilnehmenden darüber nach, was sie aus diesen Erfahrungen für ihre Arbeit in den Presbyterien mitnehmen können. „Und wer an diesem Tag einmal über seine Gemeindegrenzen schaut, kann vielleicht schneller Lösungen für seine Konflikte vor Ort finden oder Netzwerke für gemeinsame Aufgaben knüpfen“, meint Mitorganisatorin Nicole Ganss.

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ekir.de / eis / Foto: / 07.02.2017



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