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Altenseelsorge Für viele ältere Menschen sind nicht nur Besuche, sondern auch seelsorgerliche Gespräche wichtig.

Altenarbeit

Dankbar für seelsorgerliche Zuwendung

Als erste ehrenamtliche Seelsorgerin in der Evangelischen Kirche im Rheinland wird Anke Lopotz in Oberhausen in der Gemeinde Holte-Sterkrade eingeführt. Über ein Jahr hat sie sich dazu mit dem Schwerpunkt Seelsorge an alten Menschen ausbilden lassen.

Die 47-jährige Verwaltungsfachangestellte war schon vorher ehrenamtlich in der Gemeinde aktiv. „Ich leite auch einen Meditationskreis“, berichtet sie. Da habe es bereits sehr intensive Gespräche gegeben. Im Gemeindebrief wurde bereits auf ihre Seelsorgeausbildung hingewiesen. Künftig soll sie im Gemeindebrief dauerhaft als Ansprechpartnerin genannt werden.

Anke Lopotz Bild-LupeAnke Lopotz

Anke Lopotz hat einen Kursus in Düsseldorf durchlaufen, der nach den Richtlinien der rheinischen Kirche für die Ausbildung der ehrenamtlich Mitarbeitenden gestaltet ist. Nur so ist garantiert, dass zum Beispiel das verbriefte Seelsorgegeheimnis auch für sie gilt. Alle künftigen ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger sind im jeweiligen Kirchenkreis in einer Liste der Superintendentinnen oder Superintendenten aufgeführt.

Fünf Module in der Seelsorgeausbildung

Pfarrer Harald Bredt leitet die Seelsorgeausbildung für die ehrenamtlich Mitarbeitenden. Er ist Supervisor und Leiter der Seelsorgefortbildung für Haupt- und Ehrenamtliche im Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf. „Die Teilnehmenden haben immer auch schon Erfahrungen in Gemeinden gesammelt“, sagt der Theologe. Eine der Teilnehmerinnen habe dann auch festgestellt: „Altenseelsorge schaffe ich nicht“. Statt dessen engagiere sie sich jetzt in der Flüchtlingsarbeit.

Fünf Module gehören zur Ausbildung mit einem Zeitumfang von insgesamt etwa 180 Stunden in einem Jahr. Im Modul zur kommunikativen Kompetenz geht es unter anderem um das Zuhören und das Wahrnehmen des Anderen. Geistliche Kompetenz beschäftigt sich zum Beispiel mit dem Gebet und dem Umgang mit Fragen zu Tod und Trauer. Die ethische Kompetenz fragt nach den eigenen Werten und Grenzen. Bei der personalen Kompetenz geht es beispielsweise darum, wie nahe der Seelsorger anderen Menschen sein kann.

„Was ist in einem Altenheim zu beachten?“

Schwerpunktmodul ist die Altenseelsorge. Dabei werden die Erkenntnisse aus den ersten vier Modulen auf ein Arbeitsfeld übertragen. Auch ganz praktische Fragen sind dort Thema: „Was ist in einem Altersheim zu beachten oder welche anderen Dienste kann ich für alte Menschen heranziehen?“ Fragen der Einsamkeit im Alter spielen auch eine Rolle. „Es gibt künftig weniger Pfarrerinnen und Pfarrer, aber mehr alte Menschen“, sagt Seelsorger Bredt. Ehrenamtlich Mitarbeitende könnten helfen, ein wichtiges Seelsorgefeld aufrechtzuerhalten.

„Ältere Menschen sind sehr dankbar, wenn jemand zu ihnen kommt“, ist auch die Erfahrung von Anke Lopotz. Sie will zusätzlich noch eine Ausbildung für Geistliche Begleitung absolvieren. Am Sonntag, 1. Februar, wird sie im Gottesdienst um 11.15 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Evangelischen Kirchengemeinde Holten-Stekrade in Oberhausen als ehrenamtliche Seelsorgerin eingeführt.

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ekir.de / rtm / Fotos: epd-bild/Jochen Günther / 30.01.2015



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