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'An der Arche um Acht' hieß eines der Jugendtheaterprojekte der Evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg, das den Ehrenamtspreis 2014 erhält. "An der Arche um Acht" hieß eines der Jugendtheaterprojekte der Evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg, das den Ehrenamtspreis 2014 erhält.

Ehrenamtspreis 2014

Innovativ, übertragbar, ausgezeichnet

2010 brachten sie „An der Arche um Acht“ auf die Bühne, 2012 war es „Romeo und Julia“, 2013 „Geheime Freunde“: Der jeweilige Konfirmandenjahrgang der Evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg im Kirchenkreis Jülich führt ein Theaterstück auf.

Und vom Entwurf der Kostüme bis zum Bau der Bühne helfen dabei Ehrenamtliche. Deshalb ist das Theaterprojekt in Schwanenberg eines der drei Projekte, die den Ehrenamtspreis 2014 der Evangelischen Kirche im Rheinland erhalten.

„Es handelt sich hier um ein sehr innovatives Jugendprojekt mit großer durchaus auch missionarischer Wirkung“, lautet die Würdigung der Jury. Der jeweilige Konfirmandenjahrgang der Gemeinde stellt die Schauspielerinnen und Schauspieler, während diejenigen, die im Vorjahr gespielt haben, für das „Drumherum“ sorgen. „Fast alle drängen sich danach, mitzumachen“, staunt die Jury. „Trotz großen Engagements des Gemeindepfarrers agieren die Ehrenamtlichen mit großer Selbständigkeit bis dahin, dass sie auch das Regieteam stellen.“

Über den engeren Kreis der Jugendlichen hinaus sind auch Kirchen- und Bürgergemeinde mit eingespannt. Das jugendgerechte Theaterprogramm von Klassik (Romeo und Julia) bis modern (An der Arche um acht, Geheime Freunde) locke viele Zuschauerinnen und Zuschauer an, „so dass das Projekt weit über die Kirchengemeinde hinaus ausstrahlt“. 

Das Projekt "Kornscheune" in Kempenich erhält den Ehrenamtspreis 2014. Das Projekt "Kornscheune" in Kempenich erhält den Ehrenamtspreis 2014.

In Eigenregie die "Kirchenscheune" in Betrieb genommen

Auch das Projekt „Kirchenscheune“ in Kempenich im Kirchenkreis Koblenz erhält den mit 1.000 Euro dotierten Ehrenamtspreis 2014. Die Geschichte der Kirchenscheune in Kempenich, das zur Evangelischen Kirchengemeinde Adenau gehört, geht der Jury zufolge so: „In einem großen Gemeindeteil, der aufgrund einer Pfarrstellenaufhebung kaum noch eine kirchliche Infrastruktur hat - auch die römisch-katholische Kirche hat sich weitgehend aus der örtlichen pfarramtlichen Arbeit zurückgezogen -, haben Ehrenamtliche in Eigenregie eine ehemalige Kornscheune umgebaut und hergerichtet und sorgen nun, unterstützt, aber nicht ,gegängelt‘ durch den Gemeindepfarrer, für Gemeindeveranstaltungen, Kulturprogramm und in regelmäßigen Abständen auch für Gottesdienste.“ Die Kornscheune, die aus dem Jahr 1928 stammt, wurde komplett saniert, Dachstuhl und Bedachung neu erstellt.

Die Bewertung der Jury: „Es handelt sich um ein innovatives, generationenübergreifendes und mit Blick auf die vermutliche Pfarrstellenentwicklung in der rheinischen Kirche sicher auch beispielgebendes und damit zukunftsträchtiges Projekt.“ 

Für den spirituellen Input nach der Arbeit: die "Feierabendkirche"

Last but not least: Dritte Preisträgerin ist die Feierabendkirche in Wuppertal-Wupperfeld. Hier verantwortet ein altersgemischtes Team von sieben ehrenamtlich Mitarbeitenden in wöchentlichem Rhythmus eine zweistündige offene Kirche. Jeweils von 18 bis 20 Uhr ist die „Feierabendkirche“ geöffnet. Das Team bereitet die Abende selbständig und „sehr sorgfältig“ vor, heißt es seitens der Jury.

Die Kirche werde offen, einladend und zugleich geistlich-meditativen Erfordernissen genügend hergerichtet, so dass die Besucherinnen und Besucher zur Ruhe kommen, sich für den kurzen geistlichen Impuls öffnen und danach wieder für die Stille und den gemeinsamen Abendausklang im Kirchbistro bereit werden können.

Der Feierabendgottesdienst beginnt gegen 18.40 Uhr mit dem „Glaubensimpuls“, in dem eine Lesung zu einem bestimmten Thema zu hören ist. Beim Abendläuten danach können für ein eigenes stilles Gebet Kerzen entzündet werden. Ausklingen lassen kann man den Abend ab 19.15 Uhr im Kirchenbistro, in dem Getränke bereitstehen.

Was den Ort angeht, so ist das Projekt zurzeit auf Suche: Bisher fand die Feierabendkirche in der Alten Kirche Wupperfeld statt, sie ist seit Ostern geschlossen. Augenblicklich wird über den zukünftigen Ort noch beraten. Dazu die Jury des Ehrenamtspreises: „Dies zeigt, dass das Team fest entschlossen ist, das Projekt weiterzuführen.“ Sie lobt: „Ein Projekt, das für andere Gemeinden anregend und durchaus übertragbar ist.“

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ekir.de / tm, neu / 04.07.2014



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