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EKD-Zukunftskongress

Herausforderungen der mittleren kirchlichen Ebenen

Wie wird Kirche im 21. Jahrhundert sein? Dieser Frage gehen von heute bis zum 17. Mai Vertreterinnen und Vertreter von Kirchenkreisen und Dekanaten aus den EKD-Gliedkirchen nach. 

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sie zum „Zukunftsforum 2014 für die Mittlere Ebene“ nach Wuppertal und ins Ruhrgebiet eingeladen. Der dreitägige Kongress beginnt heute um 15 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Wuppertaler Laurentiusplatz, die Liturgie liegt bei Präses Manfred Rekowski. Vor welchen Herausforderungen Kirchenkreise und Dekanate in anderen Landeskirchen stehen und welche Lösungen sie entwickeln, darüber möchte einer der rheinischen Teilnehmer, der Weseler Superintendent Thomas Brödenfeld, mit seinen Kolleginnen und Kollegen sprechen.

Wie ist es möglich, mit weniger Menschen und weniger Geld dennoch „Kirche für andere“ zu sein? Vor dieser Aufgabe stehe sein Kirchenkreis, dazu erhofft Brödenfeld sich Impulse vom Zukunftsforum: „Wie kann es uns gelingen, das Evangelium vielfältig, lebendig und bunt zu bezeugen, ohne dass wir die zu sehr belasten, die diese Aufgabe engagiert tun?“

In 28 Workshops sprechen die Vertreterinnen und Vertreter der mittleren kirchlichen Ebene über Umbauprozesse und Zukunftsbilder von evangelischer Kirche. Ein anderer rheinischer Teilnehmer, Simon Schilling, 24 Jahre alt und Mitglied des Kreissynodalvorstands des Kirchenkreises An Sieg und Rhein, hat sich für einen Workshop angemeldet zum Thema: „Zwischen Unter- und Überforderung: Haupt- und Ehrenamt in leitender Verantwortung“.

Heraus- oder sogar Überforderung

Die Kirchenkreise stünden derzeit vor großen Herausforderungen, Reformprozesse und Finanzdruck überforderten Ehren- wie Hauptamtliche gleichermaßen, sagt Schilling. Glaubensthemen träten da zwangsläufig in den Hintergrund. Deshalb erwartet er konkrete Impulse auch für die religiöse Selbstbestimmung – und für die Beteiligung der jungen Menschen, „um die Zukunft der Kirche dauerhaft zu sichern“.

Für Düsseldorfs Superintendentin Henrike Tetz lautet eine zentrale Frage, vor der die evangelische Kirche steht: Wie kann sie auch künftig nahe bei den Menschen sein? Was diese Nähe in Zukunft ausmacht und wie sie gestaltbar ist angesichts der geringeren finanziellen und personellen Möglichkeiten, dazu erhofft Tetz sich Impulse vom Zukunftsforum.

Neue kirchliche Orte entdecken

Neben den Ortsgemeinden werden sich nach Ansicht der Düsseldorfer Superintendentin andere Gemeindeformen entwickeln. Die Aufgabe der kreiskirchlichen Leitung sei es, „Menschen dazu zu ermutigen und sie dabei zu unterstützen, auch neue kirchliche Orte zu entdecken sie gemeinsam mit anderen Interessierten zu entwickeln“.

Das Zukunftsforum endet am Samstag, 17. Mai, in der Jahrhunderthalle Bochum mit Vorträgen des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum, über Zukunftsbilder der Kirche der Reformation im 21. Jahrhundert.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 15. Mai 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 15. Mai 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / wb / 15.05.2014



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