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Aus dem Rheinland in aller Welt: Olaf Waßmuth, Washington D.C. (v.l.),  Peter Krogull, Kopenhagen; Christoph Dielmann, Melbourne, Annegret Helmer, Bangkok; Michael Diezun, Johannesburg; EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber; Verena und Thomas Jantzen (m Aus dem Rheinland in aller Welt: Olaf Waßmuth, Peter Krogull, Christoph Dielmann, Annegret Helmer, Michael Diezun, EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber, Verena und Thomas Jantzen mit ihrem Sohn und Ulrich Holste-Helmer.

EKD-Auslandspfarrerinnen und -pfarrer

Experten für kulturelle Brückenschläge

Buchstäblich aus aller Welt waren sie zusammengekommen: In der vergangenen Woche trafen sich die Auslandspfarrerinnen und Auslandspfarrer der EKD in Bad Boll. Die rund hundert Theologinnen und Theologen hat die EKD für einen befristeten Dienst - meist sechs Jahre - in Partnerkirchen und Einzelgemeinden entsandt.

Sie tun ihren Dienst in so verschiedenen Städten wie Kopenhagen und Melbourne, Bangkok und Washington D.C. Derzeit kommen neun aus der Evangelischen Kirche im Rheinland. Christoph Dielmann ist in Melbourne /Australien im Dienst. Michael Diezun ist in Johannesburg in Südafrika stationiert. In Bangkok arbeiten Annegret Helmer und Ulrich Holste-Helmer. Verena und Thomas Jantzen tun ihren Dienst in Edinburgh / Groß-Britannien. Peter Krogull amtiert im dänischen Kopenhagen. Lars Pferdehirt aus Caracas / Venezuela konnte an der Konferenz diesmal nicht teilnehmen. Olaf Waßmuth ist in der US-Hauptstadt Washington D.C. im Dienst.

Die alle zwei Jahre in Deutschland stattfindende Auslandspfarrkonferenz stand unter einem in mehrfacher Hinsicht naheliegenden Thema: Migration und Gemeinde. Zwar hat nur ein kleiner Teil der Auslandsgemeinden direkt mit Flüchtlingen zu tun - so zum Beispiel die deutschen Gemeinden auf Sizilien und in Thessaloniki.

Fragen nach Identität und Anpassung

Doch das Verlassen der Heimat und die Frage nach Identität und Anpassung in einer fremden Kultur spielt in allen deutschen Gemeinden eine zentrale Rolle. Auslandspfarrer sind Experten für Integration und kulturelle Brückenschläge. In seiner Predigt im Eröffnungsgottesdienst nannte EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm sie "Kundschafter der Wirklichkeit", die den "Blick von außen" in die deutsche Kirche einbringen.

Neben der Migrationsthematik bildeten der kollegiale Austausch und die Fortbildung Schwerpunkte der Tagung: So gab es zahlreiche praxisorientierte Workshops, zum Beispiel zur Konfirmandenarbeit, zur Kirchenmusik und zur Gestaltung des Reformationsjubiläums. Insbesondere für Pfarrerinnen und Pfarrer in Übersee ist es schließlich nicht so einfach, sich beruflich fortzubilden. Die Gemeinschaft in Gottesdiensten und Andachten erlebten viele der Entsandten als Stärkung für einen gelegentlich auch einsamen Dienst im Ausland. 

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ekir.de / 16.08.2016



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