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In den Rat der EKD gewählt (v.l.): Thomas Rachel, Kerstin Griese und Jacob Joussen. Foto: Jens Peter Iven In den Rat der EKD gewählt (v.l.): Thomas Rachel, Kerstin Griese und Jacob Joussen. Foto: Jens Peter Iven

EKD-Synode in Bremen

Neu in den EKD-Rat gewählt

Im vergangenen Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) waren zwei Mitglieder aus dem Rheinland, im neuen sind es drei: Kerstin Griese (Ratingen), Thomas Rachel (Düren) und Prof. Dr. Jacob Joussen (Düsseldorf) wurden heute in den 15-köpfigen Rat gewählt.

Sie ist 48 Jahre alt, Bundestagsabgeordnete, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales und Co-Sprecherin des Arbeitskreises Christinnen und Christen in der SPD: Kerstin Griese. Die Pfarrerstochter aus Ratingen und Historikerin nennt das "Lernen aus der Geschichte für die Zukunft" als eine der wichtigen Anliegen ihres Lebens, außerdem Glauben leben in der säkularen Welt. Und: "Ich habe ein Herz für soziale Themen."

Jacob Joussen, 44 Jahre alt, ist Professor für Bürgerliches Recht, deutsches und europäisches Arbeitsrecht und Sozialrecht an der Ruhr-Universität Bochum, er wohnt mit seinem Mann in Düsseldorf, wo er auch Presbyter seiner Gemeinde ist und in der Kantorei singt. Erfahrungen aus dem Gemeindeengagement und die Spezialisierung als Arbeitsrechtler bringt er in den neuen Rat ein. "Ich bin Anhänger des Dritten Wegs", sagte er in der Vorstellung vor der Wahl, doch habe er gelernt, auch der zweite Weg könne ein Weg sein - "das ist keine Glaubensfrage", machte Joussen die dienende Funktion von Recht deutlich. 

Erinnerung an Präses Peter Beier

Er ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bundestagsabgeordneter und Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU: Thomas Rachel, Jahrgang 1962, lebt in Düren. Er ist Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. In seiner Vorstellung spricht er vom verstorbenen rheinischen Präses Peter Beier, sie seien "nicht immer" einer Meinung gewesen, aber seit der Konfirmation sei Beier ihm ein wichtiger Gesprächspartner gewesen. Ökumenische Weite nennt der mit einer griechischen Frau verheiratete Politiker als eine seiner Interessensschwerpunkte, betont den Dialog mit Judentum und Islam.

Präses Manfred Rekowski hat im Namen der Kirchenleitung den drei Gewählten gratuliert. „Ich freue mich, dass mit Kerstin Griese, Thomas Rachel und Jacob Joussen profilierte Persönlichkeiten mit ihren je eigenen Begabungen die Arbeit im Rat der EKD bereichern werden“, sagte der Präses der rheinischen Kirche am Rande der Synode in Bremen.

Gratulationen des Präses

Er habe Kerstin Griese „als kompetente und engagierte Gesprächspartnerin kennen und schätzen gelernt". Sie verfüge über lange und intensive Erfahrungen auf allen kirchlichen Ebenen. Als Christin, die die soziale und gesellschaftliche Verantwortung des christlichen Glaubens betont, setze sie sich seit langem für Langzeitarbeitslose ein und engagiere sich auch sehr in der Flüchtlingspolitik, würdigt Rekowski die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese in seinem Gratulationsschreiben.

Dem CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel gratuliert der Präses mit diesen Worten: „Mit Ihrer dialogischen Grundhaltung und in Ihrer Sensibilität für gesellschaftliche Herausforderungen werden Sie die Arbeit des Rates der EKD ebenso befruchten wie mit Ihrem Eintreten für den christlich-jüdischen Dialog. Als überzeugter Christdemokrat verstehen Sie es immer wieder, Brücken zu politisch Andersdenkenden zu schlagen.“

Erfahrungen von der Basis einbringen

„Sie sind nicht nur ein kompetenter und sachkundiger Jurist, dem an einer Weiterentwicklung des kirchlichen Arbeitsrechtes liegt, sondern Sie sind zugleich auch stellvertretender Vorsitzender des Presbyteriums der Lutherkirchengemeinde in Düsseldorf. Das macht Sie sehr vertraut mit der Basisarbeit einer Gemeinde", heißt es in der Gratulation des Präses an Prof. Dr. Jacob Joussen. Er hoffe, dass Joussen in seinem neuen Amt viele Gelegenheiten finden werde, die Erfahrungen an der Basis in die Überlegungen des Rates der EKD einzubringen“.

Dem vorigen EKD-Rat hatten - bis zu seinem vorzeitigen Rücktritt wegen der schweren Erkrankung seiner Frau Anne - Präses i.R. Nikolaus Schneider sowie der VEM-Generalsekretär Dr. Fidon Mwombeki angehört - er wechselt zum Ökumenischen Rat der Kirchen nach Genf. Schneider war von 2010 bis 2014 EKD-Ratsvorsitzender.

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ekir.de / neu / 10.11.2015



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