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Gut unterwegs: Das eeb Nordrhein feiert sein 50-jähriges Bestehen. Gut unterwegs: Das eeb Nordrhein feiert sein 50-jähriges Bestehen.

Jubiläum des eeb Nordrhein

Großes Netzwerk

Ein doppelter Dank steht über den Feiern zum 50-jährigen Bestehen des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes (eeb) Nordrhein e.V., ausgesprochen von seinem Vorsitzenden, dem Leverkusener Superintendenten Gert-René Loerken. 

Sein Dank gilt zum einen dem in den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen Erreichten, zum anderen dem „großen Netzwerk, das wir innerhalb und außerhalb der Kirche knüpfen konnten“, so Loerken. Und so feiert der eeb Nordrhein nun seine Gründung im Jahr 1965 – mit Festakt, Festgottesdienst und Bildungsveranstaltungen.

Nein, kirchliche Bildungsarbeit begann keineswegs erst mit der eeb-Gründung vor 50 Jahren. Er war keine Stunde null, der Tag der Vereinsgründung. Auch zuvor gab es Bildungsarbeit in den Gemeinden, gab es den zehn Jahre zuvor gegründeten so genannten Vortragsdienst. Das wurde peu à peu auch aus öffentlichen Töpfen gefördert.

Eine Liste als „Verwendungsnachweis“ aus dem Jahr 1952 verzeichnet 75 DM für „Diskussionsabende der Evang. Gemeinde Aachen“, 71,43 DM für „Öffentliche Vorträge der Gemeinde Köln-Lindenthal“ und 200 DM für die „Evang. Kulturgemeinde Remscheid“. Insgesamt 46 Posten, in Summe 6.000 DM.

Ein sechsseitiger Arbeitsplan für den Vortragsdienst 1956 ist handschriftlich ergänzt um die „Hörerzahl“: In Düsseldorf kamen 27 zum Thema Kirchenbau, 25 zu „Die kommunistische Ersatzreligion und ihre Überwindung“ und 24 zur Frage „Ist der Kompromiss für die Christen erlaubt?“. In Wuppertal drehte sich ein Kursus um die Zehn Gebote, die größte Hörerzahl mit 80 Personen erzielte der Teil „Du sollst nicht töten“.

Vereinsgründung löste lose Zusammenarbeit ab

Und dann trafen sich an einem Mittwochmorgen um 10.30 Uhr im Landeskirchenamt, damals in der Inselstraße in Düsseldorf, die bereits in der evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in nördlichen Teil der Evangelischen Kirche im Rheinland verbundenen Glieder, ließen sich von Assessor Tauber aus Westfalen berichten, wie sich durch Zusammenarbeit in einem Werk – statt in loser Verbundenheit – die Arbeit ausweiten ließe.

15 Personen erschienen, vermerkt das handschriftliche Protokoll. Und gründeten den eeb Nordrhein. Die damalige Satzung formulierte als Zweck: die „geistige Auseinandersetzung mit kulturellen und gesellschaftlichen Problemen und Aufgaben im Lichte des Evangeliums“ sowie die Zurüstung von Gemeindegliedern.

Die rechtliche Verselbständigung war ein Meilenstein in der Entwicklung der rheinischen Bildungsarbeit, weitere Professionalisierung brachte u.a. das 1974 vom Landtag Nordrhein-Westfalen verabschiedete erste Weiterbildungsgesetz. Veranstaltungen nach dem Weiterbildungsgesetz des Landes NRW gehören bis heute zu den verantwortlichen Aufgaben des eeb Nordrhein.

Das eeb Nordrhein begleitet regionale Bildungsveranstaltungen und berät Kirchenkreise, Gemeinden und Einrichtungen in Sachen Erwachsenenbildung. Schwerpunkt ist die Aus-, Fort- und Weiterbildung von haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Erwachsenenbildung. Das eeb Nordrhein trägt gemeinsam mit der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe das Evangelische Zentrum für Quartiersentwicklung.

Festwoche, Festgottesdienst und Festakt

Logischerweise gehören dezentrale Veranstaltungen zu den Jubiläumsfeierlichkeiten des eeb Nordrhein, vereinigt in einer Festwoche. Seiner Struktur folgend bietet das eeb Veranstaltungen bei seinen Mitgliedern an, so in Aachen, Düren, Moers und Essen.

Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin sowie Schul- und Weiterbildungsministerin Sylvia Löhrmann ist die Predigerin im Festgottesdienst am 9. Mai, 10 Uhr, in der Johanneskirche in Düsseldorf. Die Liturgie übernimmt Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Bildungsabteilung im Landeskirchenamt.

Ein Grußwort wird Eberl beim Festakt zum Jubiläum am 6. Mai im Palais Wittgenstein in Düsseldorf sprechen. Den Festvortrag übernimmt an diesem Abend der Bibelwissenschaftler Prof Dr. Dr. h.c. mult. Gerd Theißen. Das Thema: „Die Gesetzeskritik des Paulus – Kritik seiner moralischen oder sozialen Funktion?“

Abschied von der stellvertretenden Leiterin

Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten gehört auch ein Abschied: Nach 28 Jahren wird die stellvertretende Leiterin des eeb Nordrhein, Doris Sandbrink, in den Ruhestand verabschiedet. Geboren 1953 in Osnabrück, ging sie nach ihrem Studienabschluss als Diplom-Pädagogin als Referentin in die Bildungsabteilung des EKD-Kirchenamtes in Hannover. Von dort kam Doris Sandbrink zum eeb Nordrhein.

Die verheiratete Mutter von drei längst erwachsenen Söhnen engagierte sich vielfältig ehrenamtlich in Gemeinde, Kindergarten und Schule. Von 2002 bis 2009 amtierte Doris Sandbrink als Vorsitzende des Landesverbandes Rheinland der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen. 

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ekir.de / neu / 06.05.2015



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