EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

Vielfaltsschulung im Saarland: Der Austausch zwischen den Kulturen bereichert die evangelische Jugendarbeit. Vielfaltsschulung im Saarland: Der Austausch zwischen den Kulturen bereichert die evangelische Jugendarbeit.

Evangelische Jugend

Freizeiten mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Sommer, Sonne, Freizeit: Die Evangelische Jugend im Rheinland unterstützt die Teilnahme von geflüchteten Kindern und Jugendlichen an Ferienangeboten. Dabei werden wertvolle Erfahrungen gesammelt, die wieder in die regelmäßige Jugendarbeit vor Ort einfließen können. 

Wenn in diesem Sommer wieder Tausende von Kindern und Jugendlichen in die Freizeiten und Ferienangebote der Evangelischen Jugend im Rheinland aufbrechen, werden auch einige dabei sein, die noch nicht solange in Deutschland leben: junge Menschen, die geflüchtet sind.  

Sie leben mit ihren Familien in Übergangsunterkünften, in Clearinghäusern oder Wohngruppen der Jugendämter und freien Träger. An Freizeiten außerhalb Deutschlands können sie nicht teilnehmen, und oft ist sogar schon der Erhalt einer „Verlassenserlaubnis“ ein Problem, wenn eine Freizeit in einem anderen Bundesland stattfindet.

Bezuschusst werden meist die Teilnahmekosten

Für rund 20 Freizeiten, an denen geflüchtete Kinder und Jugendliche teilnehmen, gibt es Zuschüsse aus einem Sonderfördertopf der Evangelischen Jugend im Rheinland. Dieser speist sich aus einem von der Landessynode beschlossenen Förderfonds für die Arbeit mit Geflüchteten. Bezuschusst werden meist die Teilnahmekosten für die geflüchteten Kinder und Jugendlichen oder Mehrkosten für angemessene Zusatzprogramme der Freizeiten  

Alle bezuschussten Träger, ob Jugendverband oder Gemeinde, geben im Anschluss Berichte ab, mit denen die Evangelische Jugend im Rheinland Erfahrungen gezielt auswerten, Fettnäpfchen und positive Erlebnisse sammeln und weitergegeben kann – zum Beispiel an die regelmäßig laufende Jugendarbeit vor Ort.  

Neben den bezuschussten Freizeiten, wird in vielen anderen Freizeiten intensiv der Themenkomplex „Flucht – Fluchtursachen – geflüchtete Kinder und Jugendliche“ behandelt. Zum Teil werden auch jugendliche Ehrenamtliche für die schon bestehende Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen fit gemacht.

Viele Schulungen und Bildungsprojekte finanzieren sich selbst 

Viele solcher Schulungen und Bildungsprojekte, sowie weitere Freizeitmaßnahmen mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen, finanzieren sich kreativ selbst oder werden kommunal oder anderweitig bezuschusst, so dass die Evangelische Jugend eher durch Zufall davon erfährt.  

Was bekannt ist, kann aber mit ins „Erfahrungspaket“ gepackt werden, wie die Willkommenswochen des Jugendreferats Aachen oder das „mehrsprachige“ Trommeln dort, die regelmäßigen Spielenachmittage in Clearinghäusern mit der aej Saar oder die Spielaktionen der evangelischen Pfadfinder VCP Rheinland-Süd/Saar in Übergangswohnheimen, das gemeinsame Wochenende „Begegnungen“ mit jungen Geflüchteten und Teamern in der evangelischen Jugendarbeit im Rahmen eines Jahresschwerpunkts des Jugendreferats Wesel.  

Zudem ist es für zahlreiche Jugendzentren und Häuser der Offenen Tür in Trägerschaft der Evangelischen Jugend fast schon selbstverständlich, dass ihre Freizeit- wie auch Hausaufgabenhilfe-Angebote allen Jugendlichen – und damit auch geflüchteten – offen stehen. Und nicht selten wird durch den gemeinsamen Alltag das gesamte Programm der Einrichtung verändert und ausgeweitet. 

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / Dr. Ute Sparschuh / 01.08.2016



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.