Familie, Ehe und Orientierungen zwischen Sein und Sollen - darüber wird zurzeit heftig diskutiert. Abgesehen vom sicheren Weg im Straßen- und Baugewühl: Über Familie und Ehe, Sein und Sollen wird zurzeit diskutiert.

EKD-Orientierungshilfe Familie

Notwendig, zeitgemäß und theologisch fundiert

Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen (eaf) Rheinland unterstützt, gemeinsam mit der eaf westfalen-lippe, die Aussagen der EKD-Orientierungshilfe „Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“.

Die Orientierungshilfe sei eine dringend notwendige, zeitgemäße und theologisch fundierte Grundlage zur Diskussion der Bedeutung und der gesellschaftlichen Situation von Familien heute. Sie Orientierungshilfe nehme die Lebenswirklichkeiten, die Leistungen und Herausforderungen von Familien und Paaren ernst.

Weiter heißt es in der Stellungnahme der eaf: "Dies ist auch mit Blick auf NRW zu sehen, wo sich der Wandel der Lebensformen in der letzten Dekade deutlich verstetigt hat und sich die Rahmenbedingungen, Partnerschaft und Familie zu leben, in dieser Zeit stark verändert haben." Diese Veränderungen seien alltäglich erlebbar, auch in den rheinischen Kirchengemeinden.

Keine Abwertung der Ehe

Die Orientierungshilfe werte die Ehe nicht ab. Sie unterstreiche vielmehr die Wichtigkeit von in gegenseitiger Verantwortung, Gerechtigkeit und Verlässlichkeit gelebten Beziehungen, zum Wohle aller in ihr lebenden Individuen. Sie mache klar: "Familie als Lebenszusammenhang, als Lernort und Ort der Fürsorge von und für Menschen verschiedener Generationen, ist auf Unterstützung angewiesen – auch von Seiten der Kirchen."

Mit dieser Sicht liegt die Orientierungshilfe der EKD aus Sicht der eaf auf der Linie der Leitlinien des eaf-Bundesverbandes sowie der eaf in Rheinland und Westfalen-Lippe. Verwiesen wird auch auf den Beschluss der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) zum Thema Familiengerechtigkeit 2007: „Die Evangelische Kirche im Rheinland will dazu beitragen, dass das Leben in und mit Familie ein erstrebenswertes Lebenskonzept bleibt und Familie als Lebensraum und Raum des Segens erfahren werden kann. Sie würdigt und fördert die Familie in ihren vielfältigen Formen.“

In Verantwortungsgemeinschaften gerufen

Weiter heißt es in der eaf-Stellungnahme, ein exklusiver Ehe- und Familienbegriff, orientiert am bürgerlichen Ideal des 19. Jahrhunderts, entspreche weder der gelebten Familienrealität noch dem biblischen Zeugnis in seinen Entstehungskontexten. "Das biblische Zeugnis erzählt von Gott, der ein Liebhaber des Lebens ist, der uns in das Leben ermöglichende Verantwortungsgemeinschaften ruft und uns mit seinem Segen begleitet."

Daraus erwachse die Aufgabe, Menschen mit ihrem Wunsch nach gelingender Gemeinschaft, nach Familie, zu unterstützen und sie zu stärken. "Es geht nicht in erster Linie darum zu fragen, in welcher konkreten Lebensform sie das tun."

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 2. Juli 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 3. Juli 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 03.07.2013



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