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Kreuzkirche Bonn Der Bonner Heimatforscher und Filmemacher Georg Divossen im Luftschutzbunker aus dem 2. Weltkrieg, der sich direkt unter der Kreuzkirche in Bonn befindet.

Karfreitag

Fernsehgottesdienst aus Bonn fragt nach „Wunden“

„Mit Wunden leben lernen“ ist der Titel des Fernsehgottesdienstes zum Karfreitag, 3. April, 10 Uhr. Der Gottesdienst wird vom Westdeutschen Rundfunk aus der evangelischen Kreuzkirche in Bonn übertragen.

Die Predigt im Gottesdienst hält Pfarrer Gerhard Schäfer von der Kreuzkirchengemeinde. Liturgen sind Pfarrer Rüdiger Petrat und Vikarin Anne-Berit Fastenrath, ebenfalls von der Bonner Kreuzkirche.

Am Karfreitag erinnern die christlichen Gemeinden an das Leiden und Sterben Jesu, dargestellt in den fünf Wundmalen Christi am Kreuz. „Welche Wunden gibt es heute? Darum geht es in dem Fernsehgottesdienst unter Beteiligung vieler Betroffener und Helfer, die das ihre dazu sagen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Evangelischen Rundfunkreferats NRW.

Wunden durch Krieg, Flucht oder Mobbing

Zum einen geht es um Kriegswunden. 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs steigt die Gemeinde noch einmal in den original erhaltenen Bunker unter der Kreuzkirche. „Was haben die Bonner Bürger dort erlebt und wie prägt es sie bis heute?“, lautet eine Frage im Gottesdienst

Es geht zum anderen um Wunden von Flüchtlingen – durch Krieg, Verfolgung, Hunger, Heimatlosigkeit; um das Leiden von Schülern durch Mobbing und schwierige Situationen zu Hause und darum, wie eine Krankheit das Leben verändert oder der Tod eines Kindes.

Tanz und Musik nehmen das Thema „Wunden“ ebenfalls auf. Zu hören ist unter anderem das „Stabat mater“ von Josef Gabriel Rheinberger von 1884. Hier trauert die Schmerzensmutter Maria um ihren ermordeten Sohn Jesus. Es singen und spielen die Kantorei der Kreuzkirche Bonn sowie das Orchester der Kreuzkirche unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Karin Freist-Wissing. Solistin ist Charlotte Quadt. Die Orgel spielt Stefan Horz. Tänzerisch interpretieren das Thema Yoshiko Waki und Mack Kubicki.

Die Gottesdienstübertragung dauert 90 Minuten, 30 Minuten länger als üblich, damit unter anderem Einspieler und Zeitzeugengespräche aus dem Weltkriegsbunker unter der Kirche gezeigt werden können. Gottesdienstbesucherinnen und -besucher sind gebeten, bis 9.30 Uhr die Plätze einzunehmen.

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ekir.de / Foto: WDR / 26.03.2015



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