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Am Ende des Römerbrief grüßt Paulus die Apostelin Junia. Lange Zeit galt sie aufgrund eines Abschreibefehlers als 'Junias' - als Mann. Am Ende des Römerbrief grüßt Paulus die Apostelin Junia. Lange Zeit galt sie aufgrund eines Abschreibefehlers als "Junias" - als Mann.

Theologie

Warum Junias eine Junia war

Für interessierte Laien, die sich mit theologischen Grundthemen und der Rolle von Männern und Frauen in der Bibel beschäftigen möchten, startet im Herbst das neue „Fernstudium Theologie: Aktuell. Kontextuell. Geschlechterbewusst“. Eine Auftaktveranstaltung am 16. April 2016 informiert über die Inhalte. 

„Im Fernstudium Theologie geht es um Fragen und Anliegen, die auch schon die 'Bibel in gerechter Sprache' vertritt, nämlich zu schauen, welche Rolle Frauen und Männer in der Bibel spielen, wie diese kirchengeschichtlich aufgenommen wurden und wie es historisch wirklich war“, erklärt Irene Diller, Theologische Referentin in der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland.  

So sei es heute zum Beispiel wissenschaftlich belegt, dass das Fundament der frühen Kirche nicht nur männlich war, sondern dass es Jünger und Jüngerinnen gab: „Am Ende des Römerbriefs grüßt Paulus Junia, die berühmt war unter den Aposteln“, erklärt Diller. „Aufgrund eines Abschreibefehlers im griechischen Urtext galt Junia lang Zeit als Mann, als Junias – eine Kurzform des Namens Junianus. Die gab es aber im Griechischen gar nicht. Der Frauenname Junia war dagegen weit verbreitet.“ Dies sei nur ein Fall, wie exegetische Forschung Geschlechterverhältnisse in der Bibel offenlegt.  

Sieben Studienbriefe werden Einzel- und Gruppenarbeit erschlossen

Das Arbeitmaterial für das neue Fernstudium, das aus dem „Fernstudium Feministische Theologie“ hervorgeht, bilden sieben Studienbriefe zu den Themen: Grundlagen, Bibel, Gott, Jesus Christus, Kirche, Ethik und Spiritualität. Die Einheiten werden zunächst jeweils in Einzelarbeit erarbeitet und danach in Gruppenarbeit an verschiedenen Studientagen, -wochen und -wochenenden abgeschlossen.

Organisiert wird das Fernstudium Theologie vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland unterstützt das Fortbildungsangebot als Partnerin finanziell und inhaltlich. Das Fernstudium beginnt im September 2016 und endet im November 2017. Es gibt keine Zugangsvoraussetzungen und keine Prüfungen. Die Kosten liegen bei 1090 Euro. Anmeldeschluss ist 30. Juni 2016.    

Bei der Auftaktveranstaltung am 16. April 2016, 11 bis 14 Uhr, in der Jugendkirche Hamm erhalten Interessierte ausführliche Informationen über das Fernstudium und dessen Inhalte. 

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ekir.de / cs / 14.04.2016



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