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Gewöhnlich-ungewöhnlicher Ort: Im Studio 'Wellness Garden' wurde Gottesdienst gefeiert. Gewöhnlich-ungewöhnlicher Ort: Im Studio "Wellness Garden" wurde Gottesdienst gefeiert.

Gottesdienst in einem Fitness-Studio

Fit für Körper und Geist

Offensichtlich war es keine fremdelnde Erstbegegnung, der Gottesdienst an ungewöhnlichem Ort.  Schließlich haben die beiden Sphären längst Kontakt. Dennoch war es eine Premiere: Im Fitness-Studio "Wellness Garden" in Duisburg-Walsum wurde am Sonntag Gottesdienst gefeiert, im WDR als Radiogottesdienst übertragen.

Studioinhaber Thomas Jütte (l.) mit dem Pfarrehepaar Sibylle Mau und Dr. Klaus Bajohr-Mau. Studioinhaber Thomas Jütte (l.) mit dem Pfarrehepaar Sibylle Mau und Dr. Klaus Bajohr-Mau.

Normalerweise wird hier an Geräten trainiert. Besucherinnen und Besucher rollen ihre Gymnastikmatte aus. An diesem Sonntag stehen plötzlich ein Altar, ein E-Piano und ein Gospelchor im Trainings-Viereck. Das Motto des Gottesdienstes im Fitness-Studio: „Glaube – fit für Körper und Geist“. Er war  einer der 95 Gottesdienste an ungewöhnlichem Ort anlässlich des Reformationsjubiläums.

Inhaltlich ging es darum zu klären, wie Muskel- und Geist-Training zusammenpassen. Was hilft, beweglich und gesund zu bleiben. Und ob die Menschen etwas leisten, gut aussehen oder gut dastehen müssen – vor anderen, vor sich selbst, vor Gott? Nun war zwar kein Hochbetrieb. Und der Wellness Garden ist auch keine klassische Muckibude, wie Dr. Titus Reinmuth erzählt, der stellvertretende WDR-Rundfunkbeauftragte ist verantwortlich für die Gottesdienstübertragung.

Schließlich haben Studio und Gemeinde verschiedentlich Kontakt, arbeiten zusammen bei Gesundheitsangeboten wie Rücken- oder Rollatortraining. Aber einen Gottesdienst gab es im Studio noch nie. Rund hundert bis hundertfünfzig Menschen strömten zu dem ungewöhnlichen Gottesdienst, kamen extra zu dem ungewohnten Angebot, waren ein durchaus gemischtes Publikum über die Kerngemeinde hinaus,  waren "neugierig und guter Stimmung", wie Reinmuth erzählt.

"Wir freuen uns immer aufeinander"

Die Welt des Studios wurde durch Interviewteile in der Predigt in den Gottesdienst hineingenommen. Da wurden Schnittmengen klar, wenn erklärt wurde: "Hier gibt’s eine gute Gemeinschaft und einen prima Zusammenhalt. Wir sind da so eine Gruppe, die sich regelmäßig trifft. Wir freuen uns immer aufeinander." Gemeint war das Studio.

Andere Interviewpartner wurden gefragt, warum sie in Gottesdienste gehen. Eine der Antworten: "Um die Atmosphäre zu genießen und einfach mal den teils stressigen Alltag hinter mir zulassen ... Außerdem möchte ich in der Gemeinsamkeit die Nähe zu Gott spüren."

Offensichtlich begeisterte der Gospelchor Gospelchor „Celebration“. Und: Sinnfälliges Singen der Gemeinde kam hinzu: "Wir strecken uns nach dir, in dir wohnt die Lebendigkeit ..."

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ekir.de / neu / 30.01.2017



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