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Spirituelle Dimension aufnehmen. Flüchtlinge willkommen heißen, zusammen sein, die spirituelle Dimension aufnehmen: Gottesdienste für Flüchtlinge.

#RefugeesWelcome

Gottesdienste (nicht nur) für Flüchtlinge

„We all are citizens with the saints and members of the household of God” - unter dieser Überschrift laden verschiedene Beteiligte zu zwei Gottesdiensten „(nicht nur) für Flüchtlinge“ auf Englisch und Deutsch ein. 

Seit drei Wochen kommt in die Gottesdienste in seiner Gemeinde auch eine Flüchtlingsfrau aus dem Iran, berichtet Gemeindepfarrer David Ruddat aus Mülheim an der Ruhr. Sie spricht Englisch. So kam Ruddat zu dem Gottesdienstprojekt, einfach einmal mit einem englischsprachigen Gottesdienst zu beginnen. Pfarrerin Ursula Harfst aus Oberhausen sagt, mit den Gottesdiensten solle dies erreicht werden: „willkommen heißen, einladen, zusammen sein, die spirituelle Dimension einbeziehen“.

Bei dem Gottesdienstprojekt kooperieren der Kirchenkreis Oberhausen, der Kirchenkreis An der Ruhr und die Landeskirche. Der Titel beider Gottesdienste stammt aus dem Epheserbrief (Eph 2,19). Dort heißt es: „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen teilzunehmen und freundlich gebeten, die Einladung an alle weiter zu geben, die einen Gottesdienst in englischer Sprache feiern möchten.

Zeitgleich in Oberhausen und Mülheim

Der Gottesdienst in Oberhausen mit Pfarrer Larry Smith und Pfarrerin Ursula Harfst findet am Samstag, 24. Oktober, 18 Uhr in der Pauluskirche, Duisburger Straße 333, statt. Der Gottesdienst in Mülheim / Ruhr findet zur selben Zeit – 24. Oktober, 18 Uhr – statt. Pfarrer David Ruddat lädt hier zusammen mit Pastor Ralf Peter Reimann in die Saarner Dorfkirche, Holunderstraße 5, ein.

Pfarrerin Ursula Harfst war von der Mitarbeiterin des Sozialdienstes in eine Erstaufnahmeunterkunft für Flüchtlinge in Oberhausen-Osterfeld gerufen worden. Mehr als vierzig Flüchtlinge aus dieser Einrichtung haben sich gemeldet und wollen an dem Gottesdienst teilnehmen. Und nun lautete die Rückfrage: Könnte es zusätzlich auch eine arabische Übersetzung geben?

"Ihr habt uns eingeladen"

Ursula Harfst: „Wir hatten es ursprünglich nicht so geplant, aber viele neu angekommene Flüchtlinge sprechen ja Arabisch.“ So verändert sich das Gottesdienstprojekt schon in der laufenden Vorbereitung. Denn die Theologin hat kurzerhand mit einem in der Einrichtung lebenden Syrer verabredet, dass er den Gottesdienst oder zumindest Teile in seine Muttersprache übersetzt, „so dass man ungefähr verstehen kann, was gerade gesagt und getan wird“.

Wie auch Pfarrer Ruddat begegnet Pfarrerin Harfst auch muslimischen Flüchtlingen. Der Syrer, der am Samstag im Gottesdienst übersetzen wird, sagte ihr, in seiner Heimat sei er auch schon in Kirchen gewesen. Und: „Ihr habt uns eingeladen, da kommen wir gerne.“

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ekir.de / neu / 22.10.2015



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