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Psalm 22

Flugzeugunglück

Rheinische Kirche ruft zur Teilnahme an Schweigeminute auf

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, erklärt anlässlich des Absturzes des Germanwings-Fluges von Barcelona nach Düsseldorf: „Angesichts dieser Katastrophe sind wir tief bestürzt und entsetzt. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern des Flugzeugabsturzes und deren Angehörigen. Ihnen gelten unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl. Wir hoffen und beten für die Angehörigen, dass sie in ihrem Leid von Gott gehalten werden und dass sie auf diesem dunklen Weg von einfühlsamen Menschen begleitet werden.“

Notfallseelsorger Dr. Uwe Rieske zum Flugzeugabsturz

Pfarrer Dr. Uwe Rieske ist Notfallseelsorger bei der Evangelischen Kirche im Rheinland. Er berichtet über die ersten Stunden nach dem Absturz. Er fasst zusammen, wie Notfallseelsorger helfen und was die Angehörigen am nötigsten brauchen. Das Interview im Video

Einen Tag nach dem Absturz des Germanwings-Fluges von Barcelona nach Düsseldorf wird das Ausmaß der Trauer sichtbar. Diese Katastrophe wirft viele Fragen auf und hinterlässt ein Gefühl der Ohnmacht. „Als Christinnen und Christen haben wir keine vorschnellen Antworten“, sagt Präses Manfred Rekowski, „aber wir können unsere Fragen und Klagen vor Gott bringen“, und ruft die rheinischen Gemeinden zum Gebet auf.

Gebet angesichts des Absturzes von Flug 4U9525

Von jetzt auf gleich
aus dem Leben gestürzt.
Kinder, Jugendliche, Erwachsene – Menschen.
Ihre Zukunftspläne: vernichtet.
Ihre Träume: zerplatzt.

Wie groß muss das Leid derer sein,
die auf sie gewartet haben und es nicht fassen können.
Ihre Tränen: Wer kann sie trocknen?
Ihre Trauer: Wer will sie stillen?

Wir fühlen uns hilflos, Gott!
Wir können nichts tun,
nichts für die Toten,
nicht viel für die Trauernden
und auch nicht viel für uns
in unserer eigenen Angst.

Auch wir hätten in dem Flugzeug sitzen können
oder ein Mensch, der zu uns gehört.

So zerbrechlich ist das Leben, Gott,
so abgründig der Tod.
Wir durchschauen die Nacht der Trauer nicht.
Doch mitten im Dunkel hilf uns hoffen:
Hoffen auf Leben für die Toten.
Hoffen auf Trost für die, die jetzt weinen.
Hoffen auf Kraft für die, die ihnen zur Seite stehen.

Gott, wir flehen dich an:
Weiche nicht von unserer Seite!
Erbarme dich unser!

Schweigeminute für die Opfer des Absturzes um 10.53 Uhr

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Manfred Rekowski hat die Gemeinden in seiner Landeskirche gebeten, sich am heutigen Donnerstag, 26. März, an der Schweigeminute zu beteiligen, zu der die nordrhein-westfälische Landesregierung angesichts des Absturzes des Germanwings-Flugzeugs in Südfrankreich für 10.53 Uhr aufgerufen hat. Zu dieser Uhrzeit war der Airbus am Dienstag mit 150 Menschen Bord vom Radar verschwunden. Auch in der Evangelischen Kirche von Westfalen und in der Lippischen Kirche wird zur Teilnahme aufgerufen.

„Sofern Sie zu dieser Zeit Ihre Kirche für eine (stille) Andacht öffnen, können auch die Glocken geläutet werden“, schreibt Präses Rekowski an die rheinischen Pfarrerinnen und Pfarrer und die Gemeinden: „Wir nehmen sehr deutlich wahr, dass es vielen Menschen ein großes Bedürfnis ist, ihre Betroffenheit und ihr Entsetzen über den Flugzeugabsturz in Südfrankreich vor Gott zu bringen.“

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ekir.de / 26.03.2015



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